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Ägypten

Mehr als nur Badespaß und Tauchen

Einst Wiege des Tourismus in Ägypten, ist Luxor vielen Urlaubern heute nur noch einen Tagesausflug wert. Wie sich das ändern kann, wurde beim fvw-Workshop vor Ort mit 28 Reiseprofis diskutiert.

Heiß ist es in Ägypten. Doch davon lassen sich die 28 Reiseprofis nicht schrecken, die nach Luxor und Kairo gekommen sind, um beim fvw-Workshop mehr über das touristische Potenzial des Landes zu erfahren.

Foto: Christian Stelling

Schnell wird deutlich: Ägypten boomt. Der Spezialveranstalter ETI will dieses Jahr die 200.000-Kunden-Grenze sprengen. Das verriet Vertriebsleiter Nils Jenssen bei einer der Podiumsdiskussionen beim Workshop. Auch bei FTI habe Ägypten "einen Riesensprung gemacht", sagt Produktmanager Marco Volpe. Für Mirjana Simic und Thomas Aeberli, Repräsentanten von Thomas Cook und TUI, ganz klar ein Ergebnis der zunehmend familiengerechten Anlagen am Roten Meer.

Badespaß und Tauchen locken die Gäste vermehrt im Sommer. Nicht ganz so positiv wie das Rote Meer laufen Luxor und Assuan, beide einst die Wiege des Tourismus in Ägypten. Heute sind sie für viele Urlauber nur noch Tagesausflüge oder Kurztrips wert.

Genau das soll sich jetzt ändern. Vision 2020 hat Adel El Gendy von der Egyptian Tourism Development Authority seinen Vortrag überschrieben. Und präsentiert Zahlen und Pläne, die vor allem die Veranstalter und die Hoteliers, die am Workshop teilnehmen, aufhorchen lassen. So soll das Bruttoinlandsprodukt allein durch den Tourismus um sieben Prozent jährlich steigen. Die Besucherzahlen sollen auf 25 Millionen fast verdoppelt werden.

Foto: Christian Stelling

Um dieses Ziel zu erreichen, hat das Land schon viele Hausaufgaben erledigt. Davon können sich die Reiseverkäufer vor allem in Luxor überzeugen. Die Stadt in Oberägypten, ein riesiges Open-Air-Museum, hat bereits große Teile der Nil-Promenade renoviert und vom Durchgangsverkehr entlastet.

Produkt-Kenntnisse können die Workshop-Teilnehmer an drei Tagen sammeln. Da gibt es zunächst Luxor zu den unterschiedlichsten Tageszeiten. Abends bei der stimmungsvollen Sound-&-Light-Show im Karnak-Tempel oder das Tal der Könige bei praller Mittagssonne. Dann geht es weiter nach Kairo: Eher Kontinent als Stadt ist die Hauptstadt fu?r Fremdenverkehrsdirektor Tamer Marzouk, in der andere Zeitregeln gelten.

Wie wahr. Mal läuft der Verkehr reibungslos, dann heißt es wieder Stop-and-go zwischen engen, nur selten fertig gebauten Hochhäusern und alten Palästen, die die besseren Zeiten hinter sich haben. Bessere Tage haben wohl auch die Pyramiden von Gizeh schon gesehen. Bis auf wenige Meter Abstand ist der Moloch Kairo an das antike Weltwunder herangewachsen.

Und dann versinkt auch über Kairo die Sonne. Die Hitze weicht einem fast angenehmen Lufthauch. Bei der Abschiedsparty im nagelneuen und noch nicht eröffneten Kempinski Nile Hotel, das exklusiv für die deutschen Reiseverkäufer den roten Teppich ausgerollt hatte, sorgt ein Saxophon-Spieler für ein wenig Wehmut und Abschiedsschmerz.

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