Wetter

Deutschland kämpft mit dem Schnee

Am Frankfurter Flughafen kämpft der Räumdienst gegen Schnee und Eis. Auf der Donau treiben Eisschollen. Und in manchen Regionen Kretas sind Schneeketten nötig, um vorwärts zu kommen.

In Deutschland bleibt es auch in den nächsten Tagen stürmisch und winterlich. Am Mittwoch braust das Tief „Dieter“ von Island aus auf uns zu und bringt Niederschläge und eine steife Brise. Der Deutsche Wetterdienst rechnet mit Regen und Schnee. An der Küste werden Sturmböen erwartet, im Bergland könne es orkanartige Böen geben.

Schnee und Glätte bremsten auch am Dienstag in mehreren Bundesländern den Verkehr und sorgten für Unfälle. In Isny im Allgäu wurde ein 60-Jähriger von einem Streufahrzeug erfasst, er starb wenig später an seinen Verletzungen. Am Frankfurter Flughafen waren Enteisungsanlagen und Räumdienst im Dauereinsatz.

Nach Angaben einer Bahnsprecherin fuhren die Züge am Vormittag vom Frankfurter Flughafen nur mit einer Geschwindigkeit von 200 Kilometern in der Stunde. Auf der Schnellstrecke sind Geschwindigkeiten bis 300 Kilometer möglich. Das Tempo sei als Vorsichtsmaßnahme angesichts der Wetterverhältnisse gedrosselt worden, hieß es. Für die Reisenden bedeute dies eine Verspätung von etwa zehn Minuten.

Auch auf dem Wasser macht das Winterwetter Probleme: Die Oder ist wegen Eisgangs für die Schifffahrt gesperrt. Es warteten 13 Eisbrecher in Deutschland und Polen auf ihren Einsatz, teilte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Eberswalde mit. Ob und wann es losgehe, werde in den kommenden Tagen entschieden.

Angesichts der spärlichen Niederschläge haben die großen Trinkwasserseen im Sauerland derzeit so wenig Wasser gespeichert wie zuletzt vor 20 Jahren. Die acht Talsperren, deren Wasser im Ruhrgebiet 4,6 Millionen Menschen versorgt, waren am Dienstag nur

noch zu 62,3 Prozent gefüllt, wie der Ruhrverband mitteilte. Das langjährige Mittel für diese Zeit liege bei knapp 78 Prozent. Der Füllstand sei aber „noch nicht besorgniserregend“, betonte Verbandssprecher Markus Rüdel: „Die Trinkwasserversorgung des Ruhrgebiets ist nach wie vor gesichert.“

Die Schäden der schweren Sturmflut an Mecklenburg-Vorpommerns Ostseeküste sollen im wesentlichen bis zum Start der Tourismus-Saison zu Ostern beseitigt sein. Die Küsten sollen dann wieder in ihrem Glanz erstrahlen, sagte Umweltminister Till Backhaus (SPD) im Landtag. Manches werde aber auch länger dauern. Das Parlament beschloss einen Hilfsfonds in Höhe von bis zu 25 Millionen Euro. (dpa)

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