Verschuldetes chinesisches Unternehmen

HNA erwägt Verkauf von Hilton-Anteilen

Am US-amerikanischen Hotelkonzern Hilton kommt HNA auf eine Beteiligung von 26 Prozent.
Hilton Hotels
Am US-amerikanischen Hotelkonzern Hilton kommt HNA auf eine Beteiligung von 26 Prozent.

Der in Geldnöten steckende Deutsche-Bank-Großaktionär HNA erwägt den Verkauf seiner Anteile am US-Hotelriesen Hilton. HNA war noch gar nicht so lange bei Hilton aktiv.

Es könnten einige oder gar alle der derzeit 82,5 Mio. Aktien (26 Prozent) abgestoßen werden, teilte der chinesische Mischkonzern mit. Der Zeitplan möglicher Verkäufe, die Milliarden in die Kassen der Chinesen spülen könnten, hänge von den jeweiligen Marktbedingungen ab.

Der Aktienkurs von Hilton reagierte zwischenzeitlich mit einem Minus von bis zu 3 Prozent, glich die Verluste aber schnell wieder aus. HNA war erst 2017 mit 6,5 Mrd. US-Dollar bei der US-amerikanischen Hotelkette eingestiegen. Inzwischen arbeitet das hoch verschuldete chinesische Unternehmen aber mit Hochdruck daran, Geld in die Kassen zu bekommen. Es soll Verkaufserlöse von insgesamt rund 100 Mrd. Yuan (15,9 Mrd. Dollar) allein im ersten Halbjahr anstreben.

Im März hatte HNA seine Anteile an zwei zuvor vom Hilton-Konzern ausgegliederten Ablegern für zusammen 2,3 Mrd. Dollar verkauft. Würde es nun seine Hilton-Anteile zum aktuellen Kurs los, kämen zusätzliche knapp 2,4 Mrd. Dollar in die Kasse.

Anfang 2017 war HNA groß bei der Deutschen Bank eingestiegen, hat seine Beteiligung aber in diesem Jahr bereits mehrfach leicht reduziert. Der Konzern steht unter Druck, nachdem er in den vergangenen Jahren Milliarden für Beteiligungen und Immobilien ausgegeben hat. Beobachter befürchten, dass sich HNA durch die zahlreichen Übernahmen übernommen haben könnte. (dpa)


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