Verkehr der Zukunft

Uber will „Amazon der Beförderung“ werden

Mehr als Chauffeur-Dienste: Uber will über das bisherige Kerngeschäft hinaus tätig werden.
Uber
Mehr als Chauffeur-Dienste: Uber will über das bisherige Kerngeschäft hinaus tätig werden.

Der Fahrdienst-Vermittler Uber will das Geschäftsmodell ausweiten. Chef Dara Khosrowshahi konkretisierte seine Pläne nun bei einer Konferenz in Kalifornien.

Uber-Chef Dara Khosrowshahi hat bekräftigt, dass der Fahrdienst-Vermittler eine Schlüsselrolle beim Verkehr der Zukunft weit über das heutige Kerngeschäft mit Chauffeur-Angeboten anstrebt. Uber wolle „das Amazon der Beförderung“ werden, sagte Khosrowshahi in der Nacht zum Donnerstag auf einer Konferenz vom Technologie-Blog „Recode“ in Kalifornien. Er spielte damit auf die Vision von Amazon-Gründer Jeff Bezos an, den Online-Händler zum „Allesverkäufer“ zu machen. Uber kaufte jüngst einen Anbieter von Elektro-Leihfahrrädern und vermittelt in den USA zum Beispiel auch Fracht für Lastwagenfahrer.

In Zukunft will Uber unter anderem auch öffentliche Verkehrsmittel in die Berechnung der Beförderungsoptionen einbinden. Ein ähnlich umfassendes Konzept verfolgen unter anderem auch Daimler mit seiner Tochterfirma Moovel, Ford und der Kartendienst Here, der den deutschen Autoherstellern Mercedes-Benz, Audi und BMW gehört.

Khosrowshahi betonte den Wandel von Uber nach Vorwürfen eines rücksichtslosen Geschäftsgebarens in der Vergangenheit. „Wir sind ein anderes Unternehmen, wir haben andere Werte“, sagte Khosrowshahi. Uber hatte sich bei seiner aggressiven globalen Expansion unter dem Mitgründer Travis Kalanick mit Behörden und Taxi-Branche angelegt. Zudem wurde der Firma eine Unternehmenskultur voller Diskriminierung und Sexismus vorgeworfen. Das war einer der Gründe dafür, dass besorgte Investoren Kalanick vom Chefposten verdrängten und im Herbst Khosrowshahi an die Spitze kam. (dpa)

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