Service-Ausbau

A3M übernimmt Krisenmanagement für den Mittelstand

A3M-Chef Tom Dillon will mit seinem Krisen-Monitoring-System „Auge und Ohr“ der Reisebranche sein.
Georg Jegminat
A3M-Chef Tom Dillon will mit seinem Krisen-Monitoring-System „Auge und Ohr“ der Reisebranche sein.

Bislang ist A3M vor allem für große Veranstalter in der Touristik tätig. Nun will der Sicherheitsdienstleister seinen Service laut Geschäftsführer Tom Dillon auch auf kleine und mittelständische Reiseanbieter ausweiten.

Erst kürzlich hatte A3M eine Ausweitung seines Produktangebotes angekündigt: So übernimmt der Dienstleister wie berichtet für Reiseveranstalter auf Wunsch künftig auch das Reklamationsmanagement. Dabei stellt A3M ein Service Center sowie eine auf die Abläufe bei Reklamationen zugeschnittene Erfassungs- und Bearbeitungstechnik – das A3M Reklamations-Tool mit der Bezeichnung IMS für Incident Management System – zur Verfügung.

Die einzige Neuerung bei dem Unternehmen mit Standorten in Hamburg und Tübingen, das in der Branche vor allem mit einem Tsunami-Frühwarnsystem bekannt geworden ist, ist das nicht: A3M will noch in diesem Jahr Krisenmanagement als Outsourcing-Lösung anbieten. Im Blick hat Gründer und Geschäftsführer Tom Dillon dabei vor allem kleine und mittelständische Reiseveranstalter, die sich anders als die großen Player der Branche auch aus Kostengründen kein eigenes Krisen- und Notfallmanagement leisten können.

Zu weiteren möglichen Kunden für sein Service- und Kompetenz-Center und dem Global-Monitoring-System zur Krisenerfassung zählt Dillon außerdem kleinere und mittelständische Unternehmen (KMU) mit einem internationalen Geschäftsreise-Aufkommen. Schließlich muss auch hier aufgrund der gesetzlichen Fürsorgepflicht im Notfall ein Krisenmanagement installiert sein.

„Krisen können wir nicht verhindern, doch wir können, jedenfalls zum Teil, rechtzeitig darüber informieren“, sagte Dillon gestern auf einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem DRV und den Sicherheitsverantwortlichen von TUI, Thomas Cook, DER Touristik, FTI und Studiosus zum Krisen- und Notfallmanagement in München. Allein im vergangenen Jahr registrierte A3M danach rund 7000 „Ereignisse“, angefangen bei Terrorattacken, bewaffneten Krisen und Konflikten über Demonstrationen und politische Unruhen bis hin zu Erdbeben, Hochwassern und Tropenstürmen. Über all diese Vorkommnisse kann A3M seine Kunden dank seines Global-Monitoring-Systems informieren. Dillon: „Wir sind Auge und Ohr der Reiseveranstalter und der KMU.“

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