Schulterschluss

Niki-Insolvenz-Verwalter raufen sich zusammen

Lucas Flöther und Ulla Reisch wollen kooperieren.
Flöther und Wissing, WU Executive Academy/Youtube
Lucas Flöther und Ulla Reisch wollen kooperieren.

Überraschende Wende in Sachen Niki-Insolvenz: Im Tauziehen um die Air-Berlin-Tochter Niki kündigen die beiden Insolvenz-Verwalter in Deutschland und Österreich eine enge Kooperation an.

Damit reagieren sie auf die rechtlich schwierige Sondersituation, dass in beiden Ländern Insolvenz-Verfahren für den Ferienflieger beantragt wurden. Niki soll bis zur zweiten Februar-Hälfte verkauft werden und spätestens im März wieder fliegen, kündigten Insolvenz-Verwalterin Ulla Reisch (Österreich) und der vorläufige Insolvenz-Verwalter Lucas Flöther (Deutschland) nun an. Kaufangebote werden bis zum 19. Januar gesammelt.

Reisch und Flöther kündigten an, dass über den Verkauf Ende Januar der vorläufige Gläubiger-Ausschuss in Deutschland und der Gläubiger-Ausschuss in Österreich entscheiden werden. „Die Unterschrift beider Insolvenz-Verwalter gewährleistet dabei dem Erwerber Rechtssicherheit für den Vollzug des Kaufvertrages.“

Aus der deutschen Insolvenz-Masse solle das erforderliche Geld fließen, um den Geschäftsbetrieb von Niki aufrechtzuerhalten, hieß es. Dafür hatte IAG Ende Dezember bis zu 16,5 Mio. Euro zugesagt. Ob dieses Geld schon aufgebraucht ist, blieb vorerst offen. (dpa)


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