Coronavirus an Bord (Update)

Erste Passagiere dürfen Diamond Princess verlassen

Für die Passagiere der Diamond Princess dürfte es ein Lichtblick in der Coronavirus-Krise sein: Sie sollen von Mittwoch an ausschiffen dürfen.
Princess Cruises
Für die Passagiere der Diamond Princess dürfte es ein Lichtblick in der Coronavirus-Krise sein: Sie sollen von Mittwoch an ausschiffen dürfen.

Nach zweiwöchiger Quarantäne wegen des neuartigen Coronavirus sollen am Mittwoch die ersten Menschen von Bord der Diamond Princess gehen dürfen. Die Ausschiffung werde voraussichtlich bis Freitag dauern, teilt das japanische Gesundheitsministerium mit.

(Update) Derweil steigt die Zahl der positiv auf das Virus getesteten Passagiere und Crew-Mitglieder weiter: Inzwischen sind 542 Fälle bekannt, teilte das japanische Gesundheitsministerium mit. Das sind 88 mehr als am Vortag. Innerhalb von zwei Tagen beträgt gibt es somit 187 nachweislich Infizierte mehr.


Von den 88, die jetzt positiv getestet wurden, zeigten 65 keine Symptome wie Fieber oder Husten, meldete der japanische Fernsehsender NHK unter Berufung auf das Gesundheitsministerium in Tokio weiter. Alle Betroffenen wurden in örtliche Krankenhäuser gebracht.

Inzwischen sollen auch von allen noch an Bord verbliebenen Passagieren der Diamond Princess Proben genommen worden sein, berichteten japanische Medien unter Berufung auf das Gesundheitsministerium.

Zu den nachweislich Infizierten gehört auch ein deutsches Ehepaar. Insgesamt waren anfangs zehn deutsche Staatsangehörige an Bord. Die Bundesregierung prüft nach Angaben vom Montag, ob für eine Rückkehr dieser Passagiere Unterstützung der Bundesregierung nötig ist. Für mögliche Rückkehrer gibt es laut Bundesgesundheitsministerium Überlegungen für eine Quarantäne im häuslichen Umfeld.

Wer negativ getestet wurde, dürfe sich nun frei von Bord begeben, hieß es vom Gesundheitsministerium weiter. Jeder Gast müsse allerdings vorher noch einen Gesundheitscheck durchlaufen, hatte die Deutsche Botschaft zuvor mitgeteilt. Für jene Fahrgäste, die engen Kontakt mit infizierten Personen hatten, solle die Quarantänezeit verlängert werden. Die USA hatten bereits am Montag Hunderte Landsleute heimgeholt, darunter auch Infizierte. Diese werden in Kliniken behandelt, alle übrigen Rückkehrer sollten für 14 Tage in Quarantäne kommen.

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