Noch nicht alle Gläubiger erfasst

Air-Berlin-Insolvenz trifft mehr als eine Million Kunden

Knapp ein Jahr nach der Air-Berlin-Insolvenz sind noch nicht alle Gläubiger erfasst.
Air Berlin/Andreas Wiese
Knapp ein Jahr nach der Air-Berlin-Insolvenz sind noch nicht alle Gläubiger erfasst.

Von der Air-Berlin-Insolvenz sind laut Verwalter mehr als eine Million Kunden und Unternehmen betroffen. Der Bund hat bisher knapp die Hälfte des Millionenkredites zurückbekommen.

Die insolvente Air Berlin steht laut dem Insolvenzverwalter bei mehr als einer Million Kunden und Unternehmen in der Kreide. Darunter sind Hunderttausende Passagiere, die auf ihren Tickets sitzen geblieben sind. „Wir rechnen mit Gläubigern von weit mehr als einer Million“, sagte Insolvenzverwalter Lucas Flöther im RBB-Inforadio. „Wir haben es bislang noch nicht geschafft, alle Gläubiger zu erfassen.“

Die Verbindlichkeiten der zuletzt zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft könnten deshalb noch nicht abschließend beziffert werden. Air Berlin hatte vor knapp einem Jahr Insolvenz angemeldet. Bislang reichten die Verkaufserlöse nicht einmal, um einen Kredit des Bundes über 150 Mio. Euro vollständig zurückzuzahlen.

Der Bund hat laut dem Bundeswirtschaftsministerium von seinem Kredit an die insolvente Fluggesellschaft bisher knapp die Hälfte zurückgezahlt bekommen. Der Rückzahlungsstand liege bei 74,4 Mio. Euro, sagte eine Sprecherin des Ministeriums in Berlin. Das Darlehen des Bundes hatte Air Berlin im vergangenen Herbst zunächst noch in der Luft gehalten und so den Verkauf ermöglicht. Was am Ende insgesamt an den Bund zurückgezahlt werde, könne noch nicht gesagt werden, erklärte die Ministeriumssprecherin. Dies hänge vom weiteren Verlauf der Verwertung ab. (dpa)

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