Nach fatalem Busunfall auf Madeira

Bund prüft Rettungsflug mit Luftwaffen-Airbus

Die Bundesregierung prüft den Einsatz eines Rettungsflugzeugs der Luftwaffe zur schnellen Hilfe für die bei dem Busunglück auf Madeira verletzten Deutschen.

Der Einsatz eines "MedEvac"-Airbus werde sich noch heute entscheiden, sagte Kanzleramtsminister Helge Braun in Berlin zu dem Busunglück auf Madeira mit etlichen deutschen Opfern. "Wir haben den bereits in Bereitschaft gestellt, und wenn es sinnvoll ist und möglich ist, Verletzte mit ihm hierher zu transportieren, dann werden wir ihn zum Einsatz bringen", sagte Braun vor Journalisten.

Ein Ärzteteam der Luftwaffe soll noch am Donnerstag in der Delegation von Außenminister Heiko Maas nach Madeira fliegen. Die Ankunft auf der Insel wird nach dpa-Informationen am frühen Abend erwartet. Die Mediziner sollen demnach auch prüfen, ob der Einsatz des "MedEvac"-Flugzeugs sinnvoll ist.

Der Airbus A-310 MedEvac ist die fliegende Intensivstation der Bundeswehr. Die Luftwaffe bezeichnet die Maschine als "wichtiges Glied in der Rettungskette zur medizinischen Evakuierung schwer und schwerst verletzter Personen über große Distanzen".

An Bord sind bis zu sechs Plätze für intensivmedizinische Behandlung. Zudem gibt es 38 weitere Liegeplätze, wobei für 16 Patienten eine verstärkte medizinische Überwachung mit Monitoren möglich ist. Damit können 44 Patienten liegend befördert werden. Die medizinische Besatzung kann bis zu 25 Menschen zählen. Die Luftwaffe hält auf dem Flughafen Köln wird immer einen MedEvac-Airbus in 24-Stunden-Bereitschaft.

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