Insolvente Air-Berlin-Tochter

Zypries fordert schnelle Kaufabwicklung der Niki

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries will Klarheit für die Beschäftigten.
Jenny Baeck
Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries will Klarheit für die Beschäftigten.

Nachdem Niki Lauda den Zuschlag für die insolvente Niki erhalten hat, müsse die Entscheidung der Gläubiger schnell umgesetzt werden, fordert Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries. Über die Rückerstattung des Brückenkredites macht die Bundesregierung keine Angaben.

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries hat sich für eine zügige Kaufabwicklung der insolventen Fluggesellschaft Niki im Sinne der Beschäftigten ausgesprochen. „Das Unternehmen steht vor großen Herausforderungen und die Beschäftigten brauchen endlich Gewissheit über ihre Zukunft“, sagte die SPD-Ministerin am heutigen Dienstag.

Am frühen Morgen hatte der Gläubigerausschuss in Wien entschieden, den Zuschlag für die österreichische Airline dem einstigen Gründer und Ex-Rennfahrer Niki Lauda zu erteilen. „Auch für die Passagiere und den Wettbewerb ist es eine gute Nachricht, wenn es nach einem vorübergehenden Aus der Niki nun bald wieder mehr Angebot im Luftverkehr gibt“, sagte Zypries.

Zur Höhe der Rückerstattung des Kredits, den die Bundesregierung einst der Niki-Mutter Air Berlin nach deren Insolvenz gewährt hatte, könne weiterhin keine Aussage getroffen werden. Über die staatliche KfW-Bank waren 150 Mio. Euro an Air Berlin geflossen, um den Flugbetrieb nach dem Insolvenzantrag aufrecht zu halten.

In einem ersten Niki-Insolvenzverfahren in Deutschland hatte noch eine Tochter des britisch-spanischen Flugkonzerns IAG den Zuschlag erhalten sollen. Dann setzte das Fluggastportal Fairplane ein neues Verfahren in Österreich durch, bei dem nun Lauda erfolgreich war. (dpa)

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats