Chinesischer Konzern

Fosun kauft Namensrechte von Thomas Cook

Der chinesische Großaktionär Fosun erwirbt die Rechte an der Marke Thomas Cook sowie an dem Namen von zwei Hotelkonzepten. An operativen Gesellschaften außerhalb Chinas hat Fosun aber derzeit kein Interesse.

Die Tochtergesellschaft Fosun Tourism zahlt 11 Mio. Pfund (12,7 Mio. Euro) für die Rechte an den Namen der Traditionsmarke sowie der Hotelketten Casa Cook und Cook's Club. Das teilte Fosun mit. Man habe aber derzeit kein Interesse am Erwerb von Cook-Gesellschaften im Ausland.

Der chinesische Mischkonzern, der im Rahmen einer Rekapitalisierung die Mehrheit an dem Veranstalter übernehmen wollte, war auch als möglicher Investor für die russische TC-Tochter Intourist gehandelt worden. Fosun war mit 18 Prozent der Anteile größter Aktionär der Londoner Group.

Fosun hatte zusammen mit Thomas Cook einen Veranstalter in Schanghai gegründet, der als Thomas Cook China firmiert. Diese Gesellschaft hatte auch nach der Insolvenz der Londoner Group ihren Betrieb fortgesetzt. Zudem wollten beide Unternehmen zusammen Hotels in China entwickeln.

"Der Erwerb der Marke Thomas Cook erlaubt es der Gruppe, ihre Tourismusgeschäfte auszubauen", sagte der Chef von Fosun Tourism, Qian Jiannong. Die Marke Thomas Cook sei sehr bekannt und der chinesische Outbound-Markt wachse kräftig.

Die Marke Thomas Cook wird auch in Indien genutzt. Thomas Cook India wurde 2012 zu 77 Prozent von der kanadischen Fairfax Financial Holding übernommen, der Rest der Anteile des börsennotierten Unternehmens sind in Streubesitz.

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