Buchbarkeit für Spezialisten

AER-Primus Hageloch erklärt den Online-Marktplatz Axolot

In einer Artikelserie stellt fvw digitale Lösungen für kleine und mittelständische Spezialveranstalter vor. Heute erörtert AER-Vormann Rainer Hageloch, was das Portal Axolot kann und kostet.

fvw: Herr Hageloch, welche Art von Veranstaltern wollen Sie mit Axolot ansprechen?

Rainer Hageloch, AER Kooperation:
Alle Arten von Spezialveranstalter. Für sie ist Axolot aktuell die einzige Möglichkeit, sich in einem speziell für diese Art von Reiseangeboten entwickelten B2B-Portal für Reisebüros zu platzieren. Grundsätzlich eignet sich das Portal für alle Spezialisten, die entweder in keinem System vertreten sind oder sich in einem weiteren, passenden Vertriebsumfeld positionieren wollen.

Wie werden diese Veranstalter buchbar?

Die größeren kommen über eine Importschnittstelle in den Marktplatz. Die kleineren haben die Möglichkeit, Reisen manuell über den Viator Workspace zur Verfügung zu stellen. Das Veranstalter-System Viator Workspace ist ein Produkt der AER-Tochter Viator Group aus Aachen.

Was macht Ihr System besonders?

Axolot ist kostenlos nutzbar für Reisebüros der AER-Kooperation sowie die Nutzer des Systems Cockpit von Aerticket sowie der Paxlounge von Paxconnect – das sind rund 6000 Reisebüros insgesamt. Das Portal enthält 4000 Reisen von über 80 Veranstaltern. Agenturverträge sind nicht erforderlich. Alle diesbezüglich relevanten Informationen sind im System hinterlegt, das ein einzigartiges Portfolio individueller Reiseofferten bietet, dem Wachstumsmarkt der vergangenen Jahre.

Welche Anforderungen stellt der Vertrieb an Spezialveranstalter?

Einfache Auffindbarkeit, auskömmliche Provisionen von mindestens zehn Prozent – beides ist in Axolot berücksichtigt – und natürlich Spezialisten, welche die Agenturen dabei unterstützen, damit diese für sie teilweise neue Produkte verkaufen können. Weitere Voraussetzungen, damit es funktioniert, sind eine gewisse Marktbekanntheit und eine für die Reisebüros klar ersichtliche Spezialisierung. All das sollten die Spezialisten für den eigenen Vertriebserfolg auf Axolot mitbringen.



Wie lange dauert es vom ersten Gespräch bis zur Umsetzung?

Interessierte Veranstalter erhalten eine Broschüre, eine Preisliste sowie den Nutzungsvertrag. Sobald dieser unterschrieben ist, erhalten sie einen Zugang und können angeleitet und betreut durch unseren technischen Partner Viator Group ihre Reisen manuell sofort zur Verfügung stellen. Die Einrichtung einer Schnittstelle zu Axolot obliegt dem eigenen Tempo des Veranstalters.

Wie viel Geld muss ein Veranstalter investieren?

Veranstalter zahlen zwischen 100 und 150 Euro monatlich für die manuelle Eingabe von Reisen und ab 300 Euro monatlich für die Nutzung der Schnittstelle mit entsprechend vielen Reisen. Hinzu kommt die Vertriebsprovision von mindestens zehn Prozent für die vermittelnde Agentur. Auch Reisebüros, die über keinen der oben genannten Zugänge verfügen, können über Axolot verkaufen. Sie zahlen für die Nutzung 19 Euro monatlich.

Für wen lohnt ein solches Investment?

Axolot lohnt sich für Veranstalter und für Reisebüros. Für die größeren unter den kleineren Veranstaltern und jene Spezialisten, die in ihrer Nische Marktführer sind, ist Axolot ein echter Mehrwert, um in den stationären Vertrieb zu gelangen. Reisebüros können die anspruchsvolleren Wünsche und Bedürfnisse ihrer Kunden mittels Axolot erfüllen. Sie können auf den Spezialcontent gebündelt zugreifen, was zuvor nur über umständliche Suchen im Internet möglich waren.

Welche Möglichkeiten der Yield-Steuerung bietet Ihr System?

Eine Yield-Steuerung spielt bei uns keine wirkliche Rolle, da der Fokus bei Axolot auf dem besonderen Content der Reiseveranstalter liegt.

Wie unterstützt das System die Content-Pflege?

Für die manuelle Eingabe muss man lediglich ein Content Management System (CMS) bedienen können. Die Daten der Schnittstelle können entweder aus dem Midoffice-System oder auch aus dem CMS gezogen werden – das hängt vom individuellen Veranstalter-Setup ab.

Welche Optionen hat der Veranstalter, die er vorher nicht hatte?

Vor dem Start von Axolot im Juli 2018 mussten Agenturen B2C-Portale und Veranstalter-Webseiten durchforsten, um besondere, nicht in den Preisvergleichssystemen auffindbaren Veranstalter anbieten zu können. Axolot bringt diese Veranstalter in die Reisebüros und eröffnet den Veranstaltern eine kostengünstige Möglichkeit, ohne Systemwechel in den Agenturvertrieb zu investieren. Neben den vorhandenen Schnittstellen zu Cockpit und Paxlounge sind zudem weitere Anbindungen in die Nutzerumgebung der Büros geplant.

Wer sollte lieber die Finger von Axolot lassen?

Veranstalter, die hauptsächlich über den Preis und nicht über den inhaltlichen Mehrwert kommen, werden weniger Erfolg haben, weil wir Axolot entsprechend in den Agenturen positionieren: als Marktplatz für besondere Reiseerlebnisse.

Was Veranstalter-Systeme leisten
Wie werden mittelständische Veranstalter und selbstveranstaltende Reisebüros buchbar? fvw hat mit sieben Anbietern entsprechender Software-Lösungen gesprochen und diese in einer Serie vorgestellt. Hier lesen Sie die Details zu:


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