Air-Berlin-Kollateralschaden

Ferienflieger Belair muss schließen

Zuletzt war Belair noch mit vier Airbus-Jets unterwegs. Früher einmal wurde auch eine Boeing B-767 für Fernflüge eingesetzt.
PlaneSpotter94/Wikimedia, CC BY 3.0
Zuletzt war Belair noch mit vier Airbus-Jets unterwegs. Früher einmal wurde auch eine Boeing B-767 für Fernflüge eingesetzt.

Die Liquidierung der Schweizer Air-Berlin-Tochter Belair ist nun beschlossene Sache. Rund 220 Mitarbeiter verlieren ihre Stellen.

Ein Verkauf der Belair sei aus „insolvenzrechtlichen Gründen“ nicht möglich, sagte der Belair-Verwaltungsratspräsident Christof Zuber am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Er bestätigte zugleich verschiedene Medienberichte vom gleichen Tag.

Den Mitarbeitern sollen ausstehende Löhne und Gelder aus einem Sozialplan von insgesamt 7,5 Mio. Franken ausgezahlt werden. Voraussetzung sei jedoch, dass Air Berlin die Finanzierung übernehme, so Zuber. Er hatte laut Medienberichten die Belegschaft bereits am Freitag in einem internen Memo über die geordnete Stilllegung informiert.

Laut Zuber hatten die Investoren SBC und Inavia bereits ein konkretes Übernahme-Angebot und Fortführungskonzept vorgelegt. Die Verantwortlichen von Air Berlin gaben dann aber „insolvenzrechtliche Gründe“ an, der einen Verkauf unmöglich mache. Geplant war, den Namen Balair wieder aufleben zu lassen und mit einem Airbus A-320 die Strecke Zürich–Pristina für ein Tourismus-Unternehmen zu bedienen.

Belair ist seit 2009 vollständig im Besitz der Air Berlin, die seit Mitte August pleite ist und ihren Flugbetrieb inzwischen eingestellt hat. Die deutsche Fluggesellschaft verfolgte einen Expansionskurs, der 2015 in einem Rekordverlust mündete. Belair ist ursprünglich aus dem Urlaubsflieger des Migros-Reiseveranstalters Hotelplan hervorgegangen. (dpa)


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