Passagiersegler-Projekt

Sea Cloud Cruises lässt die Hussar weiter bauen

So sieht die neue Sea Cloud Spirit gezeichnet aus.
Sea Cloud
So sieht die neue Sea Cloud Spirit gezeichnet aus.

Nun kommt sie doch noch – die Hussar von Sea Cloud Cruises. Jahrelang lag das Segelschiff unfertig auf einer spanischen Werft, die Konkurs angemeldet hatte. Jetzt kündigt die Hamburger Reederei an: „Es geht weiter.“

Allerdings erhalt der Segler zum Neustart auch einen neuen Namen: Sea Cloud Spirit.

„Die Spirit ist nicht mehr das ursprünglich geplante Schiff“, erläutert der Geschäftsführer von Sea Cloud Cruises, Daniel Schäfer, die Namensänderung. Zwar habe man natürlich an der Grundstruktur nichts ändern können. Es sei aber an Konzeption und Design gearbeitet worden. „Wir haben sie dem Zeitgeist angepasst.“

Für Sea Cloud Cruises segeln die traditionsreiche Viermastbark Sea Cloud und der Neubau Sea Cloud 2 – das dritte Schiff der Reederei sollte ursprünglich bereits 2009 ausgeliefert werden. Angekündigt worden war es damals als größter Dreimast-Passagiersegler der Welt mit einer Segelfläche von rund 4000 Quadratmetern. In den 69 Außenkabinen – 25 davon mit Balkon – werden 136 Passagiere Platz finden.

Mit dem Bau der Hussar war die Werft Factoria de Naval Marin in Vigo betraut worden. Das Unternehmen hatte im Sommer 2010 Konkurs angemeldet. Die Arbeiten an dem Segler kamen zum Erliegen. Und es begann ein jahrelanges Warten auf das zum Großteil bereits bezahlte Schiff.

Inzwischen gehört das Schiff einer Eigentümergemeinschaft, gemanagt wird es von Sea Cloud Cruises in Hamburg. Fertiggestellt wird der Dreimaster nun von der auf besondere Schiffe spezialisierten Werft Metalships & Docks, die ebenfalls im spanischen Vigo angesiedelt ist. „Das Unternehmen ist spezialisiert auf technisch anspruchsvolle Schiffe und hat vor allem Expertise im Segeljachtbau“, so Schäfer. Die Gestaltung des Innendesigns übernimmt das Planungsbüro Partner Ship Design in Hamburg, das auch Aida-Cruises-Schiffe ausgestattet hat.

Angetrieben werden wird das Schiff von einem verbrauchsarmen Hybrid-Antrieb (Diesel-Elektrik). Und es gibt einen angepeilten Termin für die erste Reise des Dreimasters. „Die Spirit wird im Sommer 2020 fertig“, sagt Schäfer. Dann soll es die ersten Vorreisen geben, bis das Schiff getauft wird und zur offiziellen Jungfernfahrt aufbricht. (dpa)

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