Kreuzfahrt-Urteil

Veranstalter darf Trinkgeld nicht einfach abbuchen

Kreuzfahrt-Passagiere können entscheiden, ob sie Trinkgeld zahlen oder nicht – automatisch abgebucht werden darf es nicht.
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Kreuzfahrt-Passagiere können entscheiden, ob sie Trinkgeld zahlen oder nicht – automatisch abgebucht werden darf es nicht.

Pauschale Trinkgelder dürfen bei einer Kreuzfahrt nicht einfach vom Bordkonto des Reisenden abgebucht werden. Das bestätigte das Oberlandesgericht Koblenz in einem Urteil.

Der Veranstalter einer Kreuzfahrt darf ohne Zustimmung des Urlaubers kein pauschales Trinkgeld vom Bordkonto abbuchen. Das zeigt ein Beschluss des Oberlandesgerichts Koblenz (Az. 2 U 1260/17). Ein Hinweis, dass die Zahlung an der Rezeption gekürzt oder gestrichen werden könne, reiche nicht aus.


In dem Fall hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) gegen einen Reiseveranstalter geklagt. Im Werbeprospekt für die Kreuzfahrt fand sich der Hinweis auf das Trinkgeld in Höhe von zehn Euro pro Person und Nacht – angeblich eine "Trinkgeldempfehlung".

Solche Zusatzentgelte zum Reisepreis dürften nur mit ausdrücklicher und gesonderter Zustimmung des Urlaubers kassiert werden, so der VZBV. Hier jedoch musste der Reisende erst widersprechen. Das Gericht bestätigte mit dem Beschluss ein Urteil des Landgerichts Koblenz.


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1.
Rainer Maertens
Erstellt 24. Juli 2019 14:51 | Permanent-Link

Wie setzen jetzt die Reedereien diesen Beschluss um? Vor allem die (englisch, amerikanischen) Anbieter, welche internationales Publikum haben.

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