Fjorde

Norwegen führt Abgasgrenzen für Kreuzfahrtschiffe ein

Der Geirangerfjord in Norwegen gehört zum Weltkulturerbe.
Øyvind Heen/Visitnorway.com
Der Geirangerfjord in Norwegen gehört zum Weltkulturerbe.

Kreuzfahrtschiffe, die die norwegischen Fjorde ansteuern, müssen nun strengere Abgasgrenzen beachten. Auch bei Abwasser und Müllverbrennung an Bord gibt es Beschränkungen.

In Norwegen gelten seit dem heutigen Freitag neue Umweltregeln für Kreuzfahrtschiffe, die einige norwegische Fjorde ansteuern. Umweltminister Ola Elvestuen teilte mit, dass in den Fjorden mit Weltkulturerbestatus keine Abwasser (Kloake) mehr eingeleitet werden dürfen. Außerdem sollen in mehreren Schritten die zulässigen Abgasgrenzen gesenkt werden. Das gelte für den Ausstoß von Schwefeldioxiden, Stickstoffoxiden (NOx) und für das Verbrennen von Abfall an Bord.

Die strengeren Regeln gehen auf eine Untersuchung des Seefahrtamtes zurück. Eine Analyse der vergangenen Jahre hat demnach gezeigt, dass die Kreuzfahrtschiffe besonders in der Sommersaison für hohe
Emissionen in den Fjorden verantwortlich sind. "Die neuen Regeln sind ein wichtiger Beitrag für eine umweltfreundliche Schifffahrt", sagte Elvestuen. "Dadurch werden die Emissionen des zunehmenden Kreuzfahrtverkehrs in den Fjorden des Weltkulturerbes in der Luft und im Wasser reduziert." Das norwegische Parlament hatte beschlossen, dass der Verkehr in den Fjorden des Weltkulturerbes bis 2026 emissionsfrei sein soll.

Unter Weltkulturerbe stehen der Nærøyfjorden, der Aurlandsfjorden, der Geirangerfjorden, der Sunnylvsfjorden und der Tafjorden. Das Seefahrtsamt soll nun untersuchen, ob die Regeln auch für andere Fjorde gelten sollen.


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1.
Dietmar Rauter
Erstellt 1. März 2019 16:54 | Permanent-Link

Fortschritt !
Endlich haben Besucher in Norwegen wieder die Chance, die Fjorde auch von oben -ohne Abgaswolken- genießen zu können. Jetzt müssen (nor noch?) die Häfen dafür sorgen, daß auch hier nur Schiffe anlegen dürfen, die nicht mit dem schmutzigsten Abfall unserer Raffinierien angetrieben werden. Und wenn es halt mehr kostet, unsere Nachkommen wollen auch überleben.

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