Einzelkabinen und Gasantrieb

Das bieten die neuen Aida-Schiffe

Aida-Chef Felix Eichhorn (mitte) mit Senior-Chef der Meyer Werft Bernhard Meyer (links) und Junior-Chef Tim Meyer beim Stahlschnitt.
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Aida-Chef Felix Eichhorn (mitte) mit Senior-Chef der Meyer Werft Bernhard Meyer (links) und Junior-Chef Tim Meyer beim Stahlschnitt.

Mit dem ersten Stahlschnitt hat der Bau einer neuen Generation von Aida-Kreuzfahrtschiffen begonnen. Diese werden deutlich größer als alle bisherigen der Rostocker Reederei, wie Aida-Chef Felix Eichhorn sagt. Etliches Bekannte bleibt jedoch erhalten.

Einen Namen haben die beiden neuen Aida-Schiffe noch nicht, die 2018 und 2021 ablegen sollen. Die Reederei hat jetzt jedoch beim ersten Stahlschnitt in der Meyer Werft in Papenburg erste Details bekannt gegeben.

Größe: Von „rund 2500 Kabinen“ spricht Aida Cruises. Damit erreichen die neuen Schiffe fast die Kabinenzahl auf dem derzeit größten Kreuzfahrtschiff der Welt, der „Harmony of the Seas“ (2747). Allerdings sind die Aida-Schiffe insgesamt kleiner.

Design: Erste Computer-Animationen zeigen, dass die beiden Neubauten dem derzeitigen Flaggschiff Prima stark ähneln. Das gilt zum Beispiel für den Bugbereich mit dem relativ senkrechten Steven. Auch das umlaufende Lanai-Deck bleibt wohl erhalten. Nicht mehr zu sehen sind die beiden für die Prima charakteristischen Glasfahrstühle im hinteren Schiffsbereich. Der Kussmund am Schiffsrumpf darf dagegen natürlich nicht fehlen.

Kabinen: Aida Cruises kündigt für die beiden Neubauten ein neues Kabinen-Konzept an. Dazu gehören nach Reedereiangaben zum Beispiel Penthouse-Suiten oder Einzelkabinen. Das gab es auf den bisherigen Schiffen noch nicht.

Restaurants: Hier gibt es bislang lediglich Zahlen. Auf dem aktuell jüngsten Flottenmitglied, der Prima, gibt es 12 Restaurants und drei Snackbars. Für die Neubauten aus Papenburg spricht Aida von 15 Restaurants. Deutlich steigt die Zahl der Bars: Auf den neuen Schiffen sind 23 geplant – 9 mehr als auf der Prima. Weitere Details zu den Restaurants und Bars sind jedoch noch nicht bekannt. Auf ersten Computer-Animationen des Schiffs ist lediglich zu erkennen, dass es die Lanai-Bar am Heck wieder geben dürfte.

Einrichtungen an Bord: Etliches Bekannte will Aida auf der neuen Schiffsgeneration fortführen. Dazu gehören zum Beispiel das Theatrium in der Mitte des Schiffs, der Beach Club und der Spaßbereich Four Elements. Es soll jedoch auch neue Einrichtungen an Bord geben.

Route: Der erste der beiden Neubauten wird vom Dezember 2018 an zu siebentägigen Reisen auf den Kanaren aufbrechen.

Antrieb: Als Green Cruising (grüne Kreuzfahrt) bewirbt Aida Cruises die neuen Schiffe. Als weltweit erste könnten sie zu 100 Prozent mit Flüssiggas (LNG) betrieben werden. Bei der Prima ist das derzeit nur in den Häfen möglich. Grundsätzliches Lob dafür kommt auch von Umweltschützern wie dem Nabu. „Wenn die neue Schiffsgeneration komplett mit LNG angetrieben wird, wäre das in Sachen Luftschadstoffe eine deutliche Verbesserung“ erklärte Dietmar Oeliger, Leiter Verkehrspolitik. Ein mit LNG betriebenes Schiff stoße kaum Stickoxide, Partikel und Schwefeldioxid aus. Allerdings habe Aida Cruises in der Vergangenheit im Bereich Umweltschutz viel versprochen, aber wenig gehalten. Deshalb werde man die Umsetzung weiter kontrollieren. (dpa)

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