Internationales Portal

TUI will auch in den USA Reisen verkaufen

Skyline von Chicago: Die TUI verkauft nicht nur europäischen Urlaubern Reisen in die USA, sondern will auch Trips für US-Bürger anbieten.
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Skyline von Chicago: Die TUI verkauft nicht nur europäischen Urlaubern Reisen in die USA, sondern will auch Trips für US-Bürger anbieten.

Über das internationale Portal TUI.com will der Touristikkonzern neue Quellmärkte in Europa, Asien und Amerika erschließen. Auch in den USA soll es ein Outgoing-Geschäft geben, kündigt der Vorstandsvorsitzende Fritz Joussen an.

Mit ihrem internationalen Portal, das auf Basis der Player-Hub-Technik von Peakwork arbeitet, erschließt die TUI Group neue Quellmärkte wie Portugal, Italien und Brasilien, in denen sie nicht mit einer eigenen Veranstalterorganisation vertreten ist. „Wir gehen mit unserem Angebot nach China und und in die USA“, kündigte Vorstandschef Fritz Joussen im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin „Bilanz“ an.

Ein Preis, alle Inhalte

Für den fvw Kongress 2019 am 17. und 18. September in Köln gibt es nur noch ein Ticket, das den Besuch der Veranstaltung, die Vorträge und die Bahn-Party beinhaltet. Dieses Ticket kostet im Frühbucher-Tarif bis 14. Juli 349 Euro. Sonderpreis für Reisebüros: 99 Euro, für Start-ups bis drei Jahre: 129 Euro.
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In China allerdings ist die TUI, ebenso wie in Indien, seit vielen Jahren schon vertreten und verkauft dort zum Beispiel Rundreisen und Flusskreuzfahrten in Europa. Gegenüber den großen chinesischen Portalen wie Ctrip ist der europäische Marktführer allerdings eine kleine Nummer. In den USA ist die TUI bereits indirekt als Reiseanbieter aktiv: Die kanadische Beteiligung Sunwing, die einen eigenen Ferienflieger und Hotels in der Karibik betreibt, verkauft auch in den USA Reisen. Mit ihrem Outgoing-Geschäft in Amerika und Asien will die TUI auch neue Kunden für ihre eigenen Hotels, etwa in der Karibik und im Indischen Ozean, gewinnen.

Die Marke TUI allerdings dürfte Urlaubern aus den USA wenig sagen. Hier sind große US-Portale, allen voran Expedia, führend. Die Schweizer Hotelplan Group wählt deshalb einen anderen Ansatz: Deren Tochter Bedfinder verkauft Hotels und nun auch Packages mit Flügen in den USA, indem diese als White-Label-Produkt angeboten oder über die Funktion „Book on Google“ vermarktet werden, sagte Bedfinder-Chefin Katja Altmann auf dem fvw Kongress. Bei Book on Google bucht der Kunde auf einer von Google und dem Reiseanbieter gebrandeten Seite, ohne weiterverlinkt zu werden.

Während die TUI in Deutschland den größten Teil ihres Umsatzes über gut 9000 stationäre Reisebüros erzielt, wird in Quellmärkten wie Skandinavien und Großbritannien der Großteil des Umsatzes bereits online erzielt. „Die TUI wird ein globaler Internetkonzern“, meint Joussen mit Blick auf die weltweiten Reiseportale. Ausbauen will er auch den Bereich Destination Experiences, der jüngst durch zwei Zukäufe gestärkt wurde: „Wir haben ein enormes Wissen über die Vorlieben und Wünsche unserer Kunden.“ Dieser Datenschatz soll erschlossen und in passgenaue Angebote umgemünzt werden: „Ausflüge und Aktivitäten am Urlaubsort sind ein Riesenmarkt“, sagt Joussen.


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