Deutsche Bahn

Suche nach Bahnchef geht weiter

Der frühere Kanzleramtsminister Ronald Pofalla könnte Grube als Bahnchef nachfolgen.
Martin Rulsch, Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0
Der frühere Kanzleramtsminister Ronald Pofalla könnte Grube als Bahnchef nachfolgen.

Die Führungsfrage bei der Deutschen Bahn bleibt nach dem Rücktritt des Vorstandschefs Rüdiger Grube offen. Mit Ronald Pofalla stünde ein potentieller Nachfolger bereit.

Am Montag beriet der Personalausschuss des Aufsichtsrats über Konsequenzen aus dem überraschenden Rücktritt des Bahnchefs vor einer Woche. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte gesagt, es werde in Kürze eine Personallösung geben. Derzeit führt Finanzchef Richard Lutz kommissarisch den Staatskonzern mit weltweit rund 300.000 Beschäftigten.

In den vergangenen Tagen war spekuliert worden, der Infrastruktur-Vorstand und frühere Kanzleramtsminister Ronald Pofalla könne Grubes Nachfolger werden. Zudem wurde der frühere TUI-Chef Michael Frenzel als möglicher Nachfolger von Aufsichtsratschef Utz-Hellmuth Felcht gehandelt. Aufsichtsräte hatten Felcht anonym vorgeworfen, den Eklat um die Verlängerung Grubes in der entscheidenden Sitzung nicht verhindert zu haben. Frenzel war schon von 2001 bis 2005 Vorsitzender des Kontrollgremiums.

Grube war im Streit um seine Vertragsverlängerung zurückgetreten. Der Personalausschuss bereitet Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor. Bei der Bahn gehören ihm 4 der 20 Aufsichtsratsmitglieder an: der Vorsitzende Utz-Hellmuth Felcht, sein Stellvertreter Alexander Kirchner von der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Verkehrsstaatssekretär Michael Odenwald und Konzernbetriebsratschef Jens Schwarz. In großer Runde tritt der Aufsichtsrat turnusgemäß wieder am 22. März zusammen. (dpa)

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