Akademische Ausbildung

Professor Quack sieht die Hochschule als Warenhaus des Wissens

Passgenaue Absolventen frei Haus liefern? Das ist nicht die Aufgabe der Hochschulausbildung, sagt Professor Heinz-Dieter Quack von der Ostfalia Hochschule in Salzgitter. Im Interview mit der fvw macht er deutlich, worauf es in der touristischen Lehre ankommt.

Er lehnt entschieden ab, eine dezidierte Berufsausbildung der Studierenden zu leisten: "Ist es denn tatsächlich die vornehmste Aufgabe akademischer Ausbildung, passgenaue Absolventen und Absolventinnen frei Haus zu liefern? Mit Sicherheit doch nicht!" Für Quack ist die Grundlagenforschung der wichtigste Bereich der akademischen Ausbildung. Mit ihr eignen sich die Studierenden Methoden und Inhalte, um sich neues Wissen selbst anzueignen.
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In diesem Sinne spricht Quack auch von der Universität als "Warenhaus des Wissens", in dem die Lehrenden Angebote machen und die Studierenden sich selbst ihr persönliches Lernergebnis daraus aufbauen. Nichtsdestrotz sieht er auch, dass "es der Anspruch akademischer Ausbildung sein muss, die Studierenden auf der Höhe der jeweiligen Forschungs- und Entwicklungskenntnisse auszubilden."

Eine der drängendsten Bereiche, in denen aus seiner Sicht in der touristischen Praxis Modernisierungsbedarf besteht, ist die Digitalisierung. "Es geht hier schließlich nicht nur um digitale Kommunikation im Sinne von Online-Marketing. Digitalisierung ermöglicht ganz neue Geschäftsprozesse und -modelle, ebenso wie digitale Technologien ganz neue Player hervorbringen." Hier, so scheint es Quack, ist die Touristik in ihrer gesamten Bandbreite noch nicht genügend vorbereitet.

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