Air-Berlin-Piloten

Vereinigung Cockpit lehnt Eurowings-Tarifvertrag ab

Eurowings sucht aktuell rund 400 Piloten.
Air Berlin
Eurowings sucht aktuell rund 400 Piloten.

Für die Piloten der insolventen Air Berlin gibt es nun doch keinen geregelten Übergang zum LH-Billigflieger Eurowings. Der Vorstand der Vereinigung Cockpit hat die bereits mit dem Unternehmen getroffene Vereinbarung zu den Einstellungsbedingungen gekippt.

„Es darf nicht sein, dass ein Fast-Monopolist im deutschen Piloten-Markt, wie die zum Lufthansa Konzern gehörende Eurowings, ihre Position eiskalt ausnutzt, um einen Betriebsübergang zu umgehen“, sagte Vorstandsmitglied Jörg Handwerg zur Begründung. Eurowings verlangt, dass sich Air-Berlin-Beschäftigte neu bewerben.

Mit der Vereinigung Cockpit (VC) hatte Eurowings vor wenigen Tagen vorläufig vereinbart, dass die Piloten bei der deutschen Tochtergesellschaft in Düsseldorf zu hiesigen Tarifbedingungen anfangen sollten. Zuvor waren die Jobs bei der Eurowings Europe in Wien geplant.

Ähnliche Tarifverträge hatten bereits die Gewerkschaften Verdi und UFO für das Kabinenpersonal unterzeichnet. Die Verträge regeln nur die Standards bei individuellen Einstellungen und sind nicht mit einem regulären Betriebsübergang zu verwechseln. Die Lufthansa-Tochter sucht aktuell rund 400 Piloten. Die VC hat den Air-Berlin-Piloten davon abgeraten, sich einzeln bei Eurowings zu bewerben. (dpa)


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