Nach Thomas-Cook-Insolvenz

Peter Fankhauser äußert sich zu Manager-Boni

Thomas Cook CEO Peter Fankhauser zieht eine Rückzahlung der Boni in Betracht.
fvw/Michael Krane
Thomas Cook CEO Peter Fankhauser zieht eine Rückzahlung der Boni in Betracht.

Der Thomas-Cook-Chef steht nach Bekanntwerden der Manager-Bonuszahlungen 2017 in der Kritik. Nun bezieht er erstmals Stellung.

Er werde über eine Rückgabe der Summe in Höhe von mehr als einer halben Million Euro nachdenken, wolle zunächst jedoch keine Entscheidung treffen, sagte Peter Fankhauser am Dienstag nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur PA.

Er habe "unermüdlich" für den Erfolg seines Unternehmens gekämpft, ergänzte Fankhauser demnach bei einer Befragung durch einen Sonderausschuss des britischen Parlaments zu den Umständen der Insolvenz. Die Pleite sei nicht allein seine Schuld. "Ich möchte gern noch einmal wiederholen, wie leid es uns tut, dass wir diese emblematische Marke und dieses Unternehmen mit einer solch langen Geschichte (...) nicht retten konnten", sagte er zum Auftakt seiner Befragung. Zuvor hatte unter anderem der britische Premierminister Boris Johnson die Manager des Reisekonzerns dafür kritisiert, in den vergangenen Jahren Boni in Millionenhöhe erhalten zu haben.

Nach der Pleite des britischen Reisekonzerns Thomas Cook musste Ende September auch die deutsche Tochter Insolvenz anmelden. Zur Thomas Cook Deutschland gehören unter anderem die Marken Neckermann, Öger Tours und Bucher Reisen.
2 Kommentare Kommentieren
  1. Stefan Knauf
    Erstellt 16. Oktober 2019 16:41 | Permanent-Link

    Managerbashing !
    ist ja sehr en vogue. Was dabei vergessen wird ist oft dass es der Aufsichtsrat (als stellvertrendes Organ der Eigentümer) einen Vorstand einstellt oder nicht. Der angepeilte Kandidat erklärt seine Gehaltsvorstellungen (Bonivereinbarungen etc) und der Ausfsichtsrat geht darauf ein oder nicht. Die Bonivereinbarungen waren mit Sicherheit an vereinbarte Parameter, welche beide Parteien vereinbart haben gekoppelt. Herr Fankhaser hat also mit Sicherheit nicht willkürlich in die Kasse gegriffen und sich mal eben ein ordentliches Stück Bonus rausgenommen. Hr. Johnson ist sowiso ein Lügner und Täuscher. Hier ist seine Kritik besonders perfide, weil er oder seine Administration massgeblich an der Cook Pleite negativ mitgewirkt haben. Alleine deshalb wünsche ich mir dass Hr. Fankauser "Eier" zeigt und das Geld behält. Sorry, aber bei diesem bashing mache ich nicht mit.

  2. M. Linnhoff
    Erstellt 16. Oktober 2019 22:25 | Permanent-Link

    mir tut er leid - ehrlich !

    keine Frage er hat Fehler gemacht, aber ich denke auch, dass das Thomas Cook Desaster noch Auswirkungen aus der Arcandor Pleite sind und Fehler die (allen voran) Manager wie z.B.Many Fontenla Novea gemacht haben.

    Herr Fankhauser hat erst 2014 den Konzern übernommen und (meiner Ansicht nach) alles versucht "das sinkende Schiff" wieder auf Kurs zu bringen, aber seine Vorgänger hatten zu grosse Fehler gemacht und auch z.B. das Tafelsilber (ausser Condor) doch schon veräussert. Es war doch (quasi) nichts mehr da.

    Ich mag ihn trotzdem und habe Respekt vor ihm, denn wer es schafft MIR vor versammelter Mannschaft beim DRV Kongress 2012 in Montenegro die Hand zu geben und ausgerechnet MIR Respekt für mein Engagement und meinen Mut zu zollen, den respektiere ich, denn dazu gehört nicht nur Selbstbewustsein sondern Rückgrat und genau das spreche ich vielen Akteuren in unserer Branche ab.

    Ich wäre heute nicht da wo ich bin ohne Dr. Fankhauser, deshalb wünsche ich (persönlich) ihm und seiner Familie alles erdenklich Gute, Gesundheit und das er alles gut übersteht.

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