fvw Exklusiv-Studie Kreuzfahrt

Destination entscheidet beim Kreuzfahrt-Verkauf

Reisebüros sehen Kreuzfahrt-Reedereien kritischer, wie die aktuelle fvw Kreuzfahrt-Studie belegt. Vor allem beim Routing oder bei Landausflügen erteilen sie den Anbietern schlechtere Noten als im Vorjahr. Dabei gewinnt die Auswahl der Destinationen beim Verkauf deutlich an Bedeutung.

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von Christiane von Pilar , 07.09.2018, 07:35 Uhr
Die Bedeutung der Verkaufskriterien im Fünf-Jahres-Vergleich: Die Wichtigkeit der Marke eines Kreuzfahrt-Anbieters hat nachgelassen.
Foto: fvw

Die Schiffsreise nimmt in den Reisebüros weiter an Bedeutung zu, aber sie wird auch zunehmend kritischer beurteilt. Wie die aktuelle fvw Exklusiv-Studie Kreuzfahrten zeigt, glauben 90 Prozent aller Befragten, dass die Hochsee-Kreuzfahrt auch in Zukunft weiter beim Umsatz wachsen wird. Sie liegt damit mit weitem Abstand an der Spitze aller Reisesegmente und hat gegenüber dem Vorjahr sogar noch einmal um einen Prozentpunkt zugelegt. Reisebüros wollen also weiterhin richtig Geld mit den Reisen auf hoher See verdienen. Aber mit steigender Kreuzfahrt-Erfahrung wächst im Vertrieb auch die Erwartung an die Reedereien und ihre Produkte.

Und die wird offenbar nicht überall erfüllt. Das zeigt sich deutlich an den Bewertungen, die die Reisebüros zu den 15 verschiedenen Leistungskriterien abgegeben haben. Im Gesamt-Ranking liegen die Notenwerte aller Reedereien zumindest leicht, zum Teil aber auch deutlich unter den Vorjahreswerten. Wie im vergangenen Jahr führt das deutsche Spitzentrio aus TUI Cruises, Hapag-Lloyd und Aida die Rangliste der untersuchten Reedereien an, aber mit etwas schlechteren Bewertungen als zuvor.

Haben die Reedereien also ein Qualitätsproblem? So pauschal lässt sich das nicht aus der Studie herauslesen. Denn die über alle Reedereien erhobene durchschnittliche Bewertung des Leistungskriteriums „Verlässliche Qualität“ hat sich sogar gegenüber dem Vorjahr von 1,96 auf 1,92 leicht verbessert. Es gibt allerdings einzelne Kriterien, bei denen die Anbieter schlechter wegkommen als zuvor – und zwar genau bei den Punkten, die die Reisebüros in diesem Jahr als besonders wichtig für den Verkauf erachten.

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