fvw Exklusiv-Studie Kreuzfahrt

Bei Flussreisen zählt das Schiffskonzept

Die Flusskreuzfahrt gewinnt jetzt auch bei kleineren Reisebüros an Bedeutung, wie die aktuelle fvw Kreuzfahrt-Studie zeigt. Entscheidend ist dabei aber ein klares Konzept. Im Urteil des Vertriebs räumt Marktführer Arosa wieder alle ersten Plätze ab – bis auf eine Ausnahme.

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von Christiane von Pilar , 06.09.2018, 07:20 Uhr
Reisebüros halten Arosa für den Flussreise-Anbieter mit dem klarsten Profil. Die Rostocker konnten ihre Position sogar noch verbessern. Den größten Sprung macht aber Phoenix Reisen.
Foto: FVW Kreuzfahrtstudie 2018

Arosa, Nicko Cruises, Phoenix Reisen – so lautet in diesem Jahr das Ranking der besten Flusskreuzfahrt-Anbieter aus Sicht der Reisebüros. Sie haben in der aktuellen Kreuzfahrt-Studie insgesamt sechs Flussreedereien bewertet und setzen gegenüber dem Vorjahr Nicko Cruises mit einem hauchdünnen Vorsprung vor Phoenix. Punkten konnte der Stuttgarter Anbieter vor allem in den Kategorien gastronomisches Angebot und Kabinenqualität. Phoenix mussten dagegen Abzüge bei Routing und Landausflügen hinnehmen. Insgesamt aber wurden die Flussreedereien, ähnlich wie im Hochseesegment, schlechter bewertet als im Vorjahr.

Das Ranking im Detail

Ranking Fluss
Foto: fvw

Voraussetzung für den Erfolg ist ein klares Konzept des Kreuzfahrtschiffs – und zwar mehr denn je. Hatten im vergangenen Jahr noch 50 Prozent diesen Faktor für sehr wichtig oder sogar unverzichtbar erachtet, sind es jetzt schon 59 Prozent. Damit ist das Konzept eines Schiffs wichtiger geworden als die Marke und rangiert auf der Hitliste der Erfolgsfaktoren beim Verkauf von Flussreisen auf Platz zwei hinter der Auswahl der Fahrtgebiete.

Diese Entwicklung spielt Marktführer Arosa in die Karten. Die Rostocker Reederei hatte schon im Vorjahr bei der fvw Kreuzfahrt-Studie alle ersten Plätze abgeräumt. Auch 2018 steht Arosa mit der klarsten Profilierung wieder an der Spitze. „In Deutschland bekannt, klares Konzept, alle Schiffe gleich gestylt, hohe Qualität“, lautet der Kommentar eines befragten Reisebüros.

Auch bei den einzelnen Vertriebs- und Produktkriterien liegt Arosa an der Spitze – mit einer Ausnahme: beim Preis-Leistungs-Verhältnis. In dieser Kategorie müssen die Rostocker 2018 empfindliche Einbußen hinnehmen und rangieren jetzt auf dem vierten Platz. Das dürfte aber an einem aus Sicht der Reederei erfreulichen Umstand liegen: Arosa verkauft derzeit nahezu ausschließlich über Katalogpreise und braucht nur selten Aktionsangebote einzusetzen. Das zieht das „gefühlte“ Preisbild nach oben.

Nutznießer des Trends ist Phoenix Reisen. Die Bonner gelten nach Ansicht der Befragten als das klassische Angebot für eine ältere Klientel. Es bietet gute Qualität und wenig Reklamationen und belegt (mit Nicko Cruises) Platz eins beim Preis-Leistungs-Verhältnis. Das schärft die Profilierung: Nur zwei Prozent der Befragten hielten Phoenix 2017 für eine profilierte Marke, dieses Jahr sind es schon zehn Prozent.

Auch Mitbewerber Nicko Cruises zeigt in der aktuellen Studie eine positive Entwicklung. Die Flussschiffreederei des portugiesischen Touristikunternehmers Mario Ferreira ist Umsatzaufsteiger des Jahres: Für 67 Prozent der Befragten gehört Nicko zu den drei umsatzstärksten Reedereien, 13 Punkte mehr als im Vorjahr.

Bildergalerie

Kreuzfahrtstudie 2018

Interesse am Fluss nimmt zu

 
 
 
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