Tourismusvielfalt

Aktionsbündnis stellt politische Forderungen

Mitglieder des Aktionsbündnisses Tourismusvielfalt in einem gemeinsamen Zoom-Call mit fvw|TravelTalk.
Screenshot FVW Medien/GK
Mitglieder des Aktionsbündnisses Tourismusvielfalt in einem gemeinsamen Zoom-Call mit fvw|TravelTalk.

Wer immer künftig Deutschland regiert: Das Aktionsbündnis Tourismusvielfalt fordert die Politik auf, die Tourismuswirtschaft auch weiterhin zu unterstützen. Die Corona-Krise sei längst nicht vorbei.

Grund für die notwendige Unterstützung der Branche sei aber nicht nur die Corona-Krise. Außerdem stünde die Gesellschaft vor fundamentalen Umbrüchen in den Bereichen Klimaschutz und Digitalisierung, heißt es in einem Positionspapier des Aktionsbündnisses, dem inzwischen 28 Branchenverbände angehören. Die Unternehmen seien natürlich auch selbst gefordert, diese Herausforderungen zu bewältigen. Doch angesichts von deren Größe werde es ohne die tatkräftige Unterstützung der Politik nicht gehen.

Diese Forderungen finden sich in dem Positionspapier unter anderem:
  • Staatliche Förderprogramme Das Bündnis fordert staatliche Hilfe für die Tourismusbranche, um den Wandel zu mehr Klimafreundlichkeit zu unterstützen. Nur so könne der Reisewirtschaft der "Ausstieg aus fossilen Brennstoffen in allen Bereichen" gelingen.
  • Klimaschutzgipfel Aus Sicht des Aktionsbündnisses ist ein Klimaschutzgipfel speziell für den Tourismussektor notwendig. Bei dem Gipfel sollten die verschiedenen Handlungsfelder analysiert und entsprechende Maßnahmen auf den Weg gebracht werden.
  • Digitalministerium Überraschenderweise fordert das Bündnis kein Tourismusministerium – eine Forderung, die schon häufiger aus der Branche kam. Statt dessen plädiert das Netzwerk für ein Digitalministerium. "Dieses soll die Strategie der digitalen Transformation aus einer ganzheitlichen Perspektive heraus entwickeln und leiten", heißt es in dem Positionspapier.
  • Wissenschaft Das Aktionsbündnis fordert, die Anzahl der Lehrstühle im Bereich Tourismus auszubauen. Zudem müssten  Aus- und Weiterbildungsangebote verbessert werden.
  • Nationale Tourismusstrategie Außerdem fordert Tourismusvielfalt die nationale Tourismusstrategie zu überarbeiten. Hierzu gehöre auch eine bessere Zusammenarbeit von EU, Bund und Ländern.
Eine Kurzfassung des gesamten Positionspapiers findet sich hier. Die Langfassung findet sich hier.

Im Aktionsbündnis Tourismusvielfalt koordinieren die Branchenverbände ihre politischen Lobby-Aktivitäten. Zu den 28 Unterstützern gehören unter anderem der Deutsche Fachverband High School, der Verband der Fährschifffahrt und Fährtouristik, das Forum Anders Reisen, der Verband Internet Reisevertrieb (VIR) und die Allianz Selbständiger Reiseunternehmen – Bundesverband (ASR).

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