Nach der Pandemie

Start-up Flyla will mit neuer Führung abheben

Das Flyla-Führungsteam: Co-Gründer Frederic Lapatschek, Ben Shaw (Geschäftsführer) und Gründer Fabian Höhne.
Flyla
Das Flyla-Führungsteam: Co-Gründer Frederic Lapatschek, Ben Shaw (Geschäftsführer) und Gründer Fabian Höhne.

Das Reiseportal Flyla, das sich an Studierende richtet und 2018 von Fabian Höhne gegründet wurde, versucht nach der Krise jetzt den Neustart: mit einer neuen Geschäftsführung.

Flyla-Gründer Fabian Höhne will nicht aufgeben. Nach zwei Jahren coronabedingter Pause soll sein Reiseportal Flyla.com neu durchstarten. Dafür hat er sich Ben Shaw (29) als Geschäftsführer an Bord geholt. Er ist seit Mitte November aktiv. "Flyla.com hat großes Potential, den Markt für Studierendenreisen komplett neu zu gestalten, indem es einen Anlaufpunkt für alle Angebote von Airlines und anderen Leistungsträgern schafft", sagt der Wirtschaftsinformatiker. Shaw hat zuvor Erfahrungen in der Finanzen- und Start-up-Szene von London, New York und München gesammelt. Er hat in Glasgow studiert und ist erst 2019 nach München gezogen.

Dort ersetzt er bei Flyla nun Wolfgang Strasser, der zuletzt Flyla als Geschäftsführer gemanagt hatte und nun sein Comeback bei BCD Travel im Geschäftsreisen-Segment angeht. Strasser kann auf mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Geschäftsreisebranche verweisen und hatte etliche Jahre für den Anbieter HRG gearbeitet, bevor er sich bei Flyla engagierte.

Höhne, der 2018 mit seinem Portal zu den Teilnehmern des fvw-Talentwettbewerbs Top unter 30 gehörte, ist ebenfalls Wirtschaftsingenieur mit Schwerpunkt Informatik und hat früh das Unternehmertum für sich entdeckt. Er baute schon im Studium eine Veranstaltungsfirma auf, die auch schon mal Events für mehr als 1000 Gäste managte.
Flyla bietet günstige Flüge. Zielgruppe: Studierende.
Ruth Enyedi
Flyla bietet günstige Flüge. Zielgruppe: Studierende.

Die Geschäftsidee hinter Flyla: Studierende sollen Zugang zur Welt erhalten über günstige Flugangebote. Flyla will Studierende und Reisepartner zusammenzubringen und setzt stark auf Airline-Partnerschaften. Vor der Krise gehörten Eurowings, die Lufthansa Group sowie Etihad Airways dazu. "Wir wollen die weltweit größte Reiseplattform für Studierende bauen", sagte Höhne damals. Unter anderem will er Tickets zu speziellen Tarifen für seine Zielgruppe vermitteln.

Unterstützt wurde sein Ansatz schon früh von erfahrenen Branchenmitgliedern, darunter Markus Orth, Geschäftsführer von Lufthansa City Center, Oliver Wagner, mittlerweile Chef von Airplus, und Michael Becker (E-travel). Sie sind Mitglieder eines Flyla-Beirats, den Ben Shaw nun wieder reaktivieren will.

Mittlerweile können mehr als 20 Airlines bei Flyla.com gebucht werden, darunter die speziellen Studierenden-Tarife der Lufthansa Group sowie von Air Europa. Über Amadeus will Shaw das Angebot zeitnah ausbauen. Nach wie vor ist auch Eurowings mit ihren Angeboten dabei. Für das erste Quartal 2023 stehen laut Höhne bereits weitere Airline-Kooperationen mit Studierenden- und Jugendtarifen in den Startlöchern.

Weil die Zielgruppe sensibel für Klimafragen ist, setzt Flyla.com auf Klimaschutz durch CO2-Kompensation. Alle Flüge, die über das Portal gebucht werden, werden auch kompensiert, verspricht Shaw. In ersten Schritte will er das Portal nun technisch optimieren und das Kundenerlebnis verbessern und dann in Marketing investieren. 

Flyla ist Teil der Vitolus-Unternehmensgruppe aus München, die mittlerweile 400 Mitarbeitende zählt. Flyla-Co-Gründer Frederic Lapatschek war auch bei Vitolus als Gründer von der ersten Stunde an mit dabei. Während Corona hat man das Portal ruhen lassen und sich den aktuellen Themen gewidmet: Die Gruppe treibt verschiedene Projekte voran und hat sich während der Corona-Phase unter anderem mit dem Aufbau und Betrieb von Corona-Test- und Impfzentren beschäftigt. Nun ist Vitolus im Bereich Pflege engagiert.

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