DRV-Nachhaltigkeitspreis

Die Finalisten der Eco Trophea stehen fest

Ökologisch ausgerichtet: Die Urlauber-Bungalows auf Chumbe Island verfügen unter anderen über Photovoltaik-Anlagen und Komposttoiletten.
Kozanow Productions
Ökologisch ausgerichtet: Die Urlauber-Bungalows auf Chumbe Island verfügen unter anderen über Photovoltaik-Anlagen und Komposttoiletten.

Der Klimawandel zählten zu den größten Herausforderungen weltweit. Auch der Tourismus ist betroffen. Daher stehen Lösungen, Ideen und Projekte gegen die Klimakrise im Mittelpunkt des diesjährigen DRV-Nachhaltigkeitspreises. Die Finalisten der Eco Trophea stehen nun fest.

Der Tourismus ist auf eine intakte Umwelt angewiesen. Daher zeichnet der Deutsche Reiseverband (DRV) mit der Eco Trophea jedes Jahr Unternehmen und Organisationen aus, die sich für Nachhaltigkeit und Umweltschutz einsetzen. Jetzt gibt der Verband die Nominierten für den diesjährigen Nachhaltigkeitspreis bekannt: Neben dem Chumbe Island Coral Park auf Sansibar sind dies die Veranstalter Hauser Exkursionen International und Studiosus Reisen.

Der Chumbe Island Coral Park (Chicop) verbindet dabei als erster privat verwalteter Meerespark der Welt den nachhaltigen Schutz der biologischen Vielfalt mit umweltfreundlicher Architektur und einem Bildungsprogramm. Dabei haben die Chicop-Verantwortlichen das Korallenriff, den CO₂-absorbierenden Wald, die Seegraswiesen und Mangroven der Insel Chumbe in Sansibar laut DRV in einen unberührten Hotspot der Biodiversität verwandelt. Es wurden ein Besucherzentrum und eine kleine Öko-Lodge mit sieben Bungalows mit modernster Ökoarchitektur und 100 Prozent erneuerbaren Öko-Technologien wie beispielsweise Photovoltaik, Komposttoiletten, vegetative Grauwasserfilterung und solare Warmwasserbereitung gebaut. Der Ökotourismus finanziert hierbei das Parkmanagement und ein Umweltbildungsprogramm für Schulkinder sowie Gemeindemitglieder und schafft gleichzeitig Arbeitsplätze, die für Einkommen vor Ort sorgen.

Finalist Hauser engagiert sich im Helambu-Tal in Nepal. Dort hat 2015 ein Erdbeben auch zahlreiche Lodges zerstört. Der Reiseveranstalter hat gemeinsam mit lokalen Lodge-Besitzern und Partnern vor Ort diese Lodges wieder auf- und umgebaut, wobei ein Fokus auf erneuerbare Energien und Erdbebensicherheit gelegt wurde. Die Lodges, so der DRV, können heute nahezu klimaneutral betrieben werden und sichern den Menschen langfristige Einkünfte. Im vergangenen Jahr stellte Hauser bereits den zweiten sogenannten Climate Trek in der Langtag-Region fertig und zeigt damit, dass das Konzept als Blaupause beliebig adaptiert werden kann.

Nummer drei der Eco-Trophea-Kandidaten ist Studiosus: So stellt der Münchner Studienreisen-Spezialist seit 2021 alle Reisen durch die Kompensation der CO₂-Emissionen und anderer klimarelevanten Treibhausgase (CO₂e) klimaneutral und veröffentlicht seit Mai dieses Jahres zudem den CO₂e-Fußabdruck jeder Reise. Durch die Veröffentlichung des kompletten CO₂e-Fußabdrucks inklusive der Anreise werde für Transparenz gesorgt und die Kundinnen und Kunden könnten die Klimawirkung ihrer Reise bei der Entscheidung berücksichtigen, so der DRV. Das Geld für die CO₂e-Kompensation fließt dabei in den Bau von Biogasanlagen in Nepal, die klimaneutral nach dem Gold-Standard zertifiziert sind und zusätzlich die nachhaltige Entwicklung im Projektgebiet fördern.

Das Siegerprojekt der Eco Trophea 2022 zeichnet der DRV auf seiner Jahrestagung am 2. Dezember in Taghazout (Marokko) aus.

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