Bahnreisen

Ameropa setzt bei der Provision auf Beständigkeit

Stephanie Schulze zur Wiesch ist seit Mai 2020 Geschäftsführerin von Ameropa.
Ameropa
Stephanie Schulze zur Wiesch ist seit Mai 2020 Geschäftsführerin von Ameropa.

Bahnreisen-Spezialist Ameropa will Reiseverkäufern, die Pakete aus Hotel und Bahnfahrt vermitteln, den Bahnanteil vergüten. Nicht nur damit setzt Chefin Stephanie Schulze zur Wiesch beim Provisionsmodell für 2023 auf Bewährtes.

Wie Schulze zur Wiesch per Pressemitteilung am Donnerstag verkündete, erhalten Reisebüros bei Buchung von Paketen aus Hotel und Bahn die volle Provision. Einen Prozentsatz nannte sie allerdings zunächst nicht, verwies aber auf Webinar-Aufzeichnungen und Buchungsanleitungen, die der Veranstalter auf der Unternehmenswebsite zur Verfügung stellt.

Auf Nachfrage erklärte sie, dass das Ameropa-Modell sehr differenziert aufgebaut sei. Los gehe es aber bei fünf Prozent pro Buchung. "Wir bei Ameropa bekennen uns zum nachhaltigen Reisen und dem Schutz unseres Klimas und freuen uns sehr, den Reisebüros weiterhin auf Bahnbuchungen Provisionen bezahlen zu können", so die Ameropa-Chefin.

Generell hänge die Höhe der Mindestprovision bei den Bahnpauschalreisen und ebenso die Einstiegsprovision bei den anderen Reisen von den Vereinbarungen der jeweiligen Ketten und Kooperationen ab. Sie bleibe weiterhin auf gleichem Niveau. "Die bisherigen Regelungen bleiben unangetastet. Bei den Hotel- plus Bahn-Paketen erhalten die Reisebüros die volle Provision von bis zu zwölf Prozent".


Hintergrund ist, dass die Bahn jüngst allen direkten Bahn-Vertriebspartnern gegenüber erklärt hatte, ihnen fortan keine Vergütung für die Vermittlung von Bahntickets mehr zu zahlen. Ab 2023 gilt bei der Deutschen Bahn de facto die Nullprovision. Auch zuvor schrumpften die Vergütungen sukzessive und machten den Ticketverkauf zunehmend unattraktiv für Reiseverkäufer.

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