Zumindest nach Nur-Sultan

Air Astana nimmt Kasachstan-Flüge wieder auf

In Kasachstans größter Stadt Almaty waren die bewaffneten Auseinandersetzungen besonders vehement.
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In Kasachstans größter Stadt Almaty waren die bewaffneten Auseinandersetzungen besonders vehement.

Nach den gewaltsamen Auseinandersetzungen in Kasachstan mit mehr als 160 Toten werden Teile des Landes wieder bedient. Dazu gehört auch die Strecke von Frankfurt nach Nur-Sultan.

Wie Air Astana in einem Update mitteilt, hat die kasachische Fluggesellschaft den Betrieb am Flughafen Nur-Sultan teilweise wieder aufgenommen. Auch einige innerkasachische Verbindungen – nach Atyrau, Schymkent und Turkestan – würden wieder geflogen.

So umfasse der Flugplan zum Wochenbeginn die Strecken von Nur-Sultan nach Frankfurt, Moskau, Taschkent (Usbekistan), Dubai, Istanbul, Phuket (Thailand) und Antalya sowie zu einer Reihe innerkasachischer Ziele. Der Billigflieger Fly Arystan bediene ebenfalls mehrere internationale Strecken sowie Verbindungen innerhalb Kasachstans.

Nach den gewaltsamen Auseinandersetzungen in kasachischen Städten waren die meisten Flugverbindungen eingestellt worden. Angaben der kasachischen Führung zufolge hat das Militär – auch mit Hilfe russischer und anderer verbündeter Mächte – die Demonstrationen niedergeschlagen.

Fast 8000 Menschen seien festgenommen worden. Die Zahl der Todesopfer ist weiter unklar, gestern sprach das kasachische Fernsehen von 164 Toten und mehr als 2000 Verletzten. Diese Angaben wurde jedoch inzwischen von der Website gelöscht. Von den Unruhen besonders betroffen war die größte Stadt des Landes Almaty. Dorthin gehen nach wie vor keine Flüge.

Russlands Präsident Putin erklärte, Kasachstan sei das Ziel von "internationalem Terrorismus" geworden. In Almaty und anderswo waren Menschen aus Protest gegen eine drastische Erhöhung der Gaspreise auf die Straße gegangen. Später kam es zu Plünderungen – laut Augenzeugenberichten jedoch von anderen Menschen als denen, die gegen die Preiserhöhungen demonstrierten.

Allein in der Metropole Almaty sollen nach offiziellen Angaben mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen sein. Dort hatte es über Tage schwere Ausschreitungen gegeben. Verwaltungsgebäude wurden in Brand gesetzt, Geschäfte geplündert, Autos angezündet. Immer wieder, so berichteten Augenzeugen, habe es Schusswechsel und Explosionen gegeben.

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