Zu hohe Kosten

Brandenburg und Bund beharren auf Tegel-Schließung

Dieses Bild ist bald Geschichte: Der letzte Air-Berlin-Flug startet an diesem Freitag, Berlin-Tegel soll mit der BER-Eröffnung schließen.
Günter Wicker/Flughafen Berlin Brandenburg GmbH
Dieses Bild ist bald Geschichte: Der letzte Air-Berlin-Flug startet an diesem Freitag, Berlin-Tegel soll mit der BER-Eröffnung schließen.

Der Volksentscheid hat keine Wende gebracht. Der Bund und das Land Brandenburg wollen an der Tegel-Schließung festhalten. Die Kosten für den Betrieb von zwei Flughäfen seien zu hoch, heißt es in der Begründung.

Trotz des Votums beim Berliner Volksentscheid wird ein Weiterbetrieb des Flughafens Tegel nach der Eröffnung des neuen Hauptstadt-Airports BER immer unwahrscheinlicher. Bei einer Gesellschafterversammlung am Donnerstag in Potsdam machten der Bund und das Land Brandenburg deutlich, dass sie am Konzept eines „Single- Airports“ für die Hauptstadt-Region festhalten. Das teilten Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) und Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) nach dem Treffen mit. Görke machte hohe Kosten für einen Betrieb zweier Flughäfen geltend, die für sein Land nicht darstellbar seien.

Beim Volksentscheid am 24. September in Berlin stimmten rund 56 Prozent für die Offenhaltung des alten Stadtflughafens Tegel. Sie stellten sich damit gegen die seit vielen Jahren verfolgten Pläne des Senats, Tegel nach der BER-Eröffnung zu schließen. Über eine neue Linie in dieser Frage kann das Land Berlin jedoch nicht allein entscheiden, sondern nur gemeinsam mit den anderen beiden Gesellschaftern Bund und Brandenburg. (dpa)

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