250 Flugzeuge angepeilt

Saudische Airline hat große Ziele

Saudia will zu einer der größten Fluggesellschaften weltweit werden.
Konstantin Von Wedelstaedt/Wikimedia, GFDL 1.2
Saudia will zu einer der größten Fluggesellschaften weltweit werden.

Die Hauptstadt Saudi-Arabiens, Riad, soll sich zu einem der größten Umsteigeflughäfen der Welt mausern – mit 330 Mio. Fluggästen jährlich. Maßgeblichen Anteil daran soll die staatliche Fluggesellschaft Saudia haben.

Sie gehört zu den größten Projekten der "Vision 2030" des saudischen Königshauses: die Mega-Planstadt Neom unweit des Golfs von Akaba sowie an der Küste des Roten Meeres. Noch existiert die Smart City größtenteils erst in den Köpfen ihrer Planer.

Die saudische Fluggesellschaft Saudia jedoch will bereits von Ende Juni an die ersten Linienflüge nach Neom anbieten. Einmal pro Woche soll es ab Dubai dorthin gehen. Als nächstes Ziel könnte dann sogar London angeflogen werden, heißt es aus Kreisen der staatlichen Fluggesellschaft.



Fakt ist: Saudia hat Großes vor. Zu Wettbewerbern aus der Region wie Emirates, Qatar und Etihad will sie mindestens aufschließen. Dabei ist sie – anders als ihre Konkurrenten, die erst 1985, 1993 und 2003 aus der Taufe gehoben wurden – eine Fluggesellschaft mit langer Tradition.

Mitten in der Pandemie, im September 2020, feierte sie bereits ihr 75-jähriges Bestehen. Die Geburtsstunde der Saudia markiert eine Passagiermaschine vom Typ Douglas DC-3 – damals ein Geschenk des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt an den saudischen König Abdul Aziz Ibn Saud.

Die Heimat des Unternehmens ist bis heute Dschidda. Ihren Namen "Saudi Arabian Airlines" legte die Fluggesellschaft im Jahre 2012 ab und kehrte zu der bereits von 1972 bis 1996 genutzten Markenbezeichnung "Saudia" zurück. Im selben Jahr, also 2012, trat es der Luftfahrtallianz Skyteam um Air France-KLM bei. Seit 2016 betreibt die Airline ihre Billigflug-Tochter Flyadeal, die inländisch und regional verkehrt.



Die Pläne der Mutter Saudia sind äußerst ehrgeizig. Nicht nur soll sich Riad zu einem der weltweit wichtigsten Umsteigeflughäfen mit jährlich 330 Mio. Fluggästen entwickeln. Auch plant sie bis 2030 einen Ausbau der bislang 150 Maschinen großen Flotte auf mehr als 250 Jets. Zwar treffen die sowohl bei Airbus als auch bei Boeing bestellten Flugzeuge teilweise verspätet ein, doch zumindest mit neuen B-737-Jets soll es in diesem Dezember losgehen.

Im vorigen Jahr konnte Saudia die renommierte Skytrax-Auszeichnung als diejenige Fluggesellschaft für sich verbuchen, die in Sachen Modernisierung unter allen Airlines weltweit den größten Sprung nach vorn getan hat. Sie rückte von Platz 51 auf Platz 26 vor.

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Neben Kulinarik, Service, Unterhaltung und Internet an Bord spielten dabei auch die umfassenden Hygienemaßnahmen während der Corona-Pandemie eine Rolle. 2022 unternahm der Anbieter zudem den weltweit bislang längsten klimapositiven Flug: sechs Stunden von Dschidda nach Madrid.

Von Deutschland aus steuert Saudia sowohl ab Frankfurt als auch ab München die beiden Ziele Dschidda und Riad an. Zum Einsatz kommen die als Dreamliner vermarkteten Maschinen vom Typ Boeing 787. Auch ab Wien hebt die Airline inzwischen wieder ab.

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