Weltluftfahrt-Verband

Iata erhöht Gewinnprognose

Die internationalen Netzcarrier der Welt fliegen im Saldo momentan hohe Gewinne ein.
OHare Airport
Die internationalen Netzcarrier der Welt fliegen im Saldo momentan hohe Gewinne ein.

Drei Milliarden Dollar mehr als noch im Sommer erwartet, sollen die Netzcarrier in diesem Jahr unter dem Strich erwirtschaften. Aber: Die Entschädigungen für Flugverspätungen sind eine Bürde.

Der internationale Airline-Dachverband Iata hat den bei Passagieren in der EU populären Anspruch auf Entschädigung bei Flugverspätungen scharf kritisiert. Die EU lege den Airlines eine teure Bürde auf, die nichts dazu beitrage, die Gründe für Verspätungen aus dem Weg zu räumen, sagte Iata-Chef Alexandre de Juniac in Genf. Man brauche international einheitliche Standards. Die EU sei zu weit gegangen. „Wir warnen die anderen Regierungen der Welt davor, die Fehler der EU zu kopieren“, sagte er.

Die Zahl der Fluggäste werde weiter rasant steigen: von weltweit 3,8 Mrd. Passagieren im vergangenen Jahr auf wahrscheinlich 4,1 Milliarden in diesem und 4,3 Milliarden im nächsten Jahr, prognostiziert die Iata. Wegen steigender Kosten für Treibstoff, Löhne und Flughafen-Gebühren dürften Tickets aber im Durchschnitt um drei Prozent teurer werden, erklärte Iata-Chef-Ökonom Brian Pearce.

Derweil steuern die Airlines auf Rekordgewinne zu. Schon 2017 dürften sie mit insgesamt 34,5 Mrd. US-Dollar (etwa 29,1 Mrd. Euro) gut drei Milliarden Dollar mehr verdienen als im Sommer gedacht, so der Verband. Das wäre fast so viel wie im bisherigen Rekordjahr 2015 – trotz der jüngsten Pleiten wie bei Air Berlin und Alitalia. Im kommenden Jahr sollen die branchenweiten Profite mit 38,4 Mrd. Dollar einen historischen Höchststand erreichen. „Es sind gute Zeiten für die globale Luftfahrtbranche“, sagte Iata-Chef de Juniac.

In dem Verband sind fast 300 Fluggesellschaften organisiert, die mehr als 80 Prozent des weltweiten Flugverkehrs ausmachen. (dpa)

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