Weitere Streiks abgewendet

Airport-Sicherheitspersonal bekommt mehr Geld

Nichts los vor dem Hamburg Airport – die von Verdi initiierten Warnstreiks der Luftsicherheitsassistenten legten den Betrieb vergangenen Dienstag nahezu komplett lahm. Nun ist die Gefahr weitere Streiks gebannt.
Imago / Hanno Bode
Nichts los vor dem Hamburg Airport – die von Verdi initiierten Warnstreiks der Luftsicherheitsassistenten legten den Betrieb vergangenen Dienstag nahezu komplett lahm. Nun ist die Gefahr weitere Streiks gebannt.

Die Gefahr weiterer Streiks des Luftsicherheitspersonals an den deutschen Flughäfen ist vorerst gebannt. Gewerkschaft und Arbeitgeber haben sich bei den Tarifverhandlungen geeinigt.

Aufatmen bei Flughafenbetreibern und Airlines: In den Tarifverhandlungen für die rund 25.000 Beschäftigten bei der Flughafensicherheit gibt es eine Einigung. Laut der Gewerkschaft Verdi wurde für eine Laufzeit von 24 Monaten eine dreistufige Tariferhöhung vereinbart, die für die einzelnen Berufsgruppen unterschiedlich hoch ausfällt, wie die Gewerkschaft am Montagnachmittag mitteilte.

Demnach liege die Steigerung für das laufende Jahr zwischen 4,4 und 7,8 Prozent. Zudem soll bis zum 1. Januar 2024 die Angleichung der Löhne zwischen Ost und West abgeschlossen sein. Die Arbeitgeberseite, der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDSL), bestätigte auf Anfrage, dass es eine Einigung gebe. Zu den Details äußerte sich der BDLS aber zunächst nicht.



"Die Arbeitgeber haben endlich ein annehmbares Angebot vorgelegt", teilte Verdi-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper am Montagnachmittag mit. "Mit diesem Tarifabschluss gelingt es, die Lohnbedingungen in der Luftsicherheitsbranche und die Arbeit trotz ungünstiger Arbeitszeiten und zahlreicher betrieblicher Probleme attraktiver zu gestalten."

Zuvor hatte Verdi mit mehreren Warnstreiks Druck auf die Arbeitgeber ausgeübt. Zuletzt hatten die Gewerkschaftsmitglieder vergangenen Dienstag ihre Arbeit gleich an acht deutschen Flughäfen niedergelegt, darunter Frankfurt, Berlin und Hamburg. Zahlreiche Flüge mussten daher ausfallen.

Über 100.000 Fluggäste waren von der Arbeitsniederlegung des Sicherheitspersonals betroffen. Am größten deutschen Verkehrsflughafen in Frankfurt, aber auch andernorts konnten aufgrund des Streiks überhaupt keine Passagiermaschinen angefertigt werden. Im Vorfeld der nun erzielten Einigung hatte Verdi mit weiteren Ausständen auch zu Ostern gedroht.

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