Wegen Syrien-Flügen

Iranischer Mahan Air droht Entzug der Flugerlaubnis

Mahan Air steuert bislang Düsseldorf und München in Deutschland an.
Khashayar Talebzadeh/Wikimedia, GFDL
Mahan Air steuert bislang Düsseldorf und München in Deutschland an.

Schon seit dem Jahr 2011 drängen US-Behörden andere Länder darauf, der iranischen Mahan Air die jeweiligen Einflugrechte zu entziehen. Deutschland könnte diesem Wunsch nun entsprechen.

Das Luftfahrtbundesamt setzt nach einem Medienbericht noch in dieser Woche die Betriebserlaubnis für die iranische Fluggesellschaft Mahan Air aus. Dies berichten „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR. Die Airline fliegt demnach pro Woche aus Teheran dreimal Düsseldorf und einmal München an. Dahinter stehe der Verdacht, dass der Geheimdienst der Islamischen Republik Mordanschläge in Europa verübt und weitere geplant hat. Das Auswärtige Amt teilte dem Rechercheverbund auf Anfrage mit, über „interne politische Abstimmungsprozesse“ keine Auskunft zu geben.

Mahan steht dem Bericht zufolge seit 2011 auf einer Sanktionsliste der USA. Seit Jahren drängt die Regierung in Washington Verbündete dazu, Mahan den Flugbetrieb zu untersagen. Mit den Maschinen der Airline werden nach US-Angaben Kämpfer, Waffen und Munition nach Syrien geflogen.

Die Bundesanwaltschaft ermittelt seit kurzem auch wegen Verdachts auf Spionage für einen iranischen Nachrichtendienst gegen einen Deutsch-Afghanen, der für die Bundeswehr tätig war. Gegen den am Dienstag im Rheinland festgenommenen Mann sei am 6. Dezember des vergangenen Jahres Haftbefehl erlassen worden, hatte die Behörde mitgeteilt. Er sei Sprachauswerter und landeskundlicher Berater der Bundeswehr gewesen. Die Bundesregierung hat diesbezüglich auch offiziell bei der iranischen Regierung protestiert. (dpa)

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