Wegen Sicherheitsbedenken

Russische Airlines landen auf schwarzer EU-Liste

Nur auf Inlandsflügen tummeln sich russische Fluggesellschaften – hier in Sotschi am Schwarzen Meer – noch ungehindert. In den Luftraum der EU dürfen sie nicht mehr einfliegen.
Imago / Itar-Tass
Nur auf Inlandsflügen tummeln sich russische Fluggesellschaften – hier in Sotschi am Schwarzen Meer – noch ungehindert. In den Luftraum der EU dürfen sie nicht mehr einfliegen.

Wegen Sicherheitsbedenken sind 21 in Russland zugelassene Fluggesellschaften auf die sogenannte schwarze Liste der EU gesetzt worden.

Auf dieser EU-Luftsicherheitsliste sind etwa Unternehmen gelistet, die in der EU nicht arbeiten dürfen, weil sie die internationalen Sicherheitsstandards nicht erfüllen. Wegen der geltenden Sanktionen ist der EU-Luftraum ohnehin für fast alle russischen Flieger gesperrt.

EU-Verkehrskommissarin Adina Valean betont in einer Mitteilung, dass die Entscheidung keine weitere Sanktion gegen Russland wegen des Ukraine-Krieges, sondern ausschließlich aus Sicherheitsbedenken getroffen worden sei. Die russische Luftfahrtverkehrsaufsicht habe Fluggesellschaften erlaubt, Hunderte Flieger in ausländischem Besitz ohne ein sogenanntes Lufttüchtigkeitszeugnis zu betreiben. Ein solches Zeugnis wird auch vom Luftfahrtbundesamt ausgestellt und ist eine Voraussetzung dafür, dass ein Flugzeug in Betrieb genommen werden darf.

Teil der EU-Sanktionen gegen Russland ist, dass Ersatzteile und Ausrüstung für russische Luftfahrtunternehmen nicht mehr dorthin verkauft werden dürfen. EU-Angaben zufolge sind drei Viertel der russischen Verkehrsflugzeuge in der EU, den USA und Kanada gebaut worden.

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