Verdi-Warnstreik

Am Flughafen BER steht der Betrieb still

Die Abflughalle des BER wird am Mittwoch aufgrund des Warnstreiks verwaist sein.
Ekaterina Zershchikowa/Flughafen Berlin Brandenburg
Die Abflughalle des BER wird am Mittwoch aufgrund des Warnstreiks verwaist sein.

Aufgrund des angekündigten Warnstreiks von Verdi sind am Flughafen Berlin Brandenburg am heutigen Mittwoch keine Passagierflüge möglich. Betroffen sind etwa 35.000 Fluggäste, die am BER starten oder landen wollten.

Passagierflüge finden heute am Hauptstadt-Flughafen BER nicht statt. Darüber hat die Flughafengesellschaft ihre Partner wie die Fluggesellschaften, Bodenverkehrsdienstleister, Sicherheitsunternehmen und ansässige Gewerbebetriebe offiziell informiert.

Ursprünglich waren für den Mittwoch nach Airport-Angaben 300 Starts und Landungen mit knapp 35.000 Passagieren geplant. Betroffene Fluggäste bittet die Flughafengesellschaft nun, sich bei ihrer Fluggesellschaft zu Umbuchungen und alternativen Reisemöglichkeiten zu informieren. Weitere Informationen finden sich auf der BER-Websites und den Airport-Accounts in den sozialen Netzwerken.

Einige Flüge wurden auf Donnerstag verschoben. Je nach Airline erhielten die Kunden die Möglichkeit, ihre Reisen umzubuchen oder alternativ auf die Bahn umzusteigen. Einige wenige Flüge weichen nach Dresden und Leipzig/Halle aus. Vom Streik betroffen sind zentrale Arbeitsbereiche für einen regulären Flugbetrieb, etwa die Flughafenfeuerwehr, der Check-in, die Gepäckabfertigung oder die Betankung der Flugzeuge.

Hintergrund der Flugabsagen ist wie berichtet der angekündigte ganztägige Warnstreik der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten der BER-Bodenverkehrsdienste und der Flughafengesellschaft 500 Euro mehr Gehalt im Monat bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Die Arbeitgeberseite fordert nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft sowohl bei den Bodenverkehrsdiensten als auch der Flughafengesellschaft vor allem längere Vertragslaufzeiten.

Der bisher letzte große Warnstreik mit ähnlichen Folgen liegt bereits einige Jahre zurück: Im April 2018 mussten deutschlandweit Hunderte Flüge annulliert werden, weil die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Kommunen und des Bundes nicht vorankamen. In acht Bundesländern legten daher bei einem Warnstreik Zehntausende Beschäftigte die Arbeit nieder. Neben Flughäfen waren vielerorts auch der städtische Nahverkehr, Kitas, Kliniken, Verwaltungen und Hallenbäder betroffen.

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