Urteil

Flugreisende müssen rechtzeitigen Zug zur Anreise nutzen

Mit der Bahn zum Flieger? Reisende müssen rechtzeitig losfahren.
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Mit der Bahn zum Flieger? Reisende müssen rechtzeitig losfahren.

Reisende, die mit dem Zug zum Flughafen anreisen, müssen mögliche Verspätungen im Bahnverkehr einkalkulieren. Das hat das Amtsgericht Frankfurt entschieden. Vor Gericht hatten sich ein Veranstalter und ein Touristenpaar gestritten.

Trotz einer Zugverspätung von 103 Minuten bei der Anreise muss ein Touristenpaar aus Würzburg die Kosten für einen verpassten Flug selbst tragen. Die Kläger seien schlicht zu spät losgefahren, urteilte das Amtsgericht Frankfurt in einer nun veröffentlichten Entscheidung. Die Touristen hätten für die im Flugpreis inbegriffene Bahnfahrt eine Verbindung wählen müssen, die mindestens drei Stunden vor Abflug den Flughafen fahrplanmäßig erreicht.

Darauf habe der Veranstalter auch hingewiesen, stellte das Gericht fest. Die Reisenden hatten hingegen nur einen Puffer von rund zweieinhalb Stunden eingebaut und wegen der Bahn-Verspätung letztlich das Check-in zum Flug um fünf Minuten verpasst. Die Kosten für Ersatztickets und eine Hotelübernachtung müssen sie nun selbst tragen.

Grundsätzlich könne der Veranstalter auch für das mit der Reise verkaufte „Rail & Fly“-Ticket haftbar gemacht werden, befanden die Richter. Im Einzelfall hätten aber die Kläger mögliche Verspätungen im Bahnverkehr einkalkulieren müssen. (dpa)

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