Streik gegen Rentenreform

In Paris drohen Flugausfälle am Donnerstag

Der angekündigte Großstreik gegen Frankreichs Rentenreform dürfte auch Auswirkungen auf den Flugverkehr haben. Insbesondere für den Pariser Flughafen Orly – hier im Bild das Terminal 4 – werden Flugstreichungen am Donnerstag erwartet.
Imago/Panthermedia
Der angekündigte Großstreik gegen Frankreichs Rentenreform dürfte auch Auswirkungen auf den Flugverkehr haben. Insbesondere für den Pariser Flughafen Orly – hier im Bild das Terminal 4 – werden Flugstreichungen am Donnerstag erwartet.

Wegen eines angekündigten Großstreiks gegen die geplante Rentenreform in Frankreich drohen am Pariser Flughafen Orly am Donnerstag Ausfälle und Verspätungen.

Die Generaldirektion der Zivilen Luftfahrt teilte am Dienstag mit, sie habe die Airlines gebeten, einen von fünf Flügen in Orly am Streiktag zu streichen.

Trotz dieser Vorsichtsmaßnahme seien Störungen und Verspätungen zu erwarten. Reisende sollten ihren Flug wenn möglich verschieben. Einschränkungen dürfte es wegen Streiks am Donnerstag auch im französischen Zugverkehr geben.

Die Mitte-Regierung unter Präsident Emmanuel Macron hatte vor einer Woche angekündigt, das Renteneintrittsalter schrittweise von 62 auf 64 Jahre anheben zu wollen. Die Zahl der nötigen Einzahlungsjahre für eine volle Rente solle schneller als bisher vorgesehen steigen. Etliche Einzelrentensysteme mit Privilegien für einige Berufsgruppen sollten abgeschafft werden. Die Mindestrente hingegen will die Regierung auf etwa 1200 Euro im Monat hochsetzen.

Derzeit liegt das Renteneintrittsalter in Frankreich bei 62 Jahren. Wer in dem Alter noch nicht lang genug eingezahlt hat, um Anspruch auf eine volle Rente zu haben, kann teils länger arbeiten. Mit 67 Jahren gilt unabhängig von der Einzahldauer voller Rentenanspruch – dies will die Regierung beibehalten. Sie begründet ihr Vorgehen damit, dass das Rentensystem sich langfristig nicht mehr finanziere.

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