Sinkflug

Boeing streicht 4000 Jobs

Boeing hat ein Absatzproblem. Die milliardenschweren Entwicklungskosten für die Boeing B-747-8 sind ohne Verkaufserfolge kaum wieder einzuspielen.
The Boeing Company
Boeing hat ein Absatzproblem. Die milliardenschweren Entwicklungskosten für die Boeing B-747-8 sind ohne Verkaufserfolge kaum wieder einzuspielen.

Der Luftfahrt-Konzern Boeing streicht in seiner Verkehrsflugzeugsparte tausende Stellen. Bis zur Jahresmitte sollten rund 4000 Jobs wegfallen. Betriebsbedingte Kündigungen solle es aber vorerst nicht geben.

Rund 1600 Mitarbeiter hätten sich bereits für ein Abfindungsprogramm entschieden, weitere 2400 Stellen seien ohnehin schon frei oder würden bei Freiwerden nicht mehr wiederbesetzt. Ziel sei, die Kosten zu senken, teilte ein Boeing-Sprecher in der Nacht zum Mittwoch mit.

Boeing sieht sich vor allem bei den Mittelstreckenjets erhöhter Konkurrenz durch den europäischen Wettbewerber Airbus ausgesetzt. Die Europäer bauen ihre Maschinen der A-320-Reihe inzwischen auch in einem Werk in Mobile im US-Bundesstaat Alabama zusammen. Boeing versucht nun durch Einsparungen wettbewerbsfähig zu bleiben und die eigenen Gewinne zu steigern. Neben Arbeitsplätzen hat das Unternehmen auch seine Zulieferer im Fokus. Der Umfang der Stellenstreichungen könne davon abhängen, inwieweit das Unternehmen an anderen Stellen Geld einsparen könne, sagte der Sprecher.

Boeing hatte 2015 trotz eines Rekordumsatzes von 96,1 Mrd. US-Dollar einen Gewinnrückgang erlitten. Dabei drückten die geschrumpfte Nachfrage nach dem Jumbo-Jet B-747-8 und Entwicklungsprobleme bei dem neuen Tankflugzeug für das US-Militär auf das Ergebnis. Für dieses Jahr rechnet Boeing in der Verkehrsflugzeugsparte mit rückläufigen Auslieferungszahlen. Auch der Konzernumsatz soll sinken. (dpa)

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