Seit Start des 9-Euro-Tickets

Diebstähle in Zügen nehmen erheblich zu

Das Gedränge auf Rolltreppen an Bahnhöfen wird für Diebstähle gern genutzt.
Deutsche Bahn AG / Pablo Castagnola
Das Gedränge auf Rolltreppen an Bahnhöfen wird für Diebstähle gern genutzt.

Der große Reiseandrang zu Zeiten des 9-Euro-Tickets hat in Zügen und Bahnhöfen zu einem starken Anstieg von Diebstählen geführt.

"Da waren einfach so viel mehr Reisende auf den Zügen unterwegs, dass es sich für die Tätergruppierungen gelohnt hat", sagte der Leiter der Bundespolizei-Inspektion Trier, Stefan Jäger, der dpa. Oft habe es sich um Diebesbanden gehandelt, die auf der Achse im Rheintal von Mainz bis Köln unterwegs gewesen seien. Auch größere Bahnhöfe seien für Taschen- oder Reisediebstähle vermehrt genutzt worden.

Mit dem 9-Euro-Ticket habe man ein Anstieg von 50 bis 70 Prozent der Fallzahlen registriert, sagte der stellvertretende Inspektionsleiter Benedikt Noll. "Und das ist nach wie vor auf einem hohen Niveau geblieben." Er schätzte, dass die Zahlen immer noch um ungefähr 50 Prozent höher liegen. Die Monatskarte des 9-Euro-Tickets war ein von Anfang Juni bis Ende August geltendes Sonderangebot zur Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs.

Die Bundespolizei ist als Bahnpolizei auch für die Sicherheit in Zügen und Bahnhöfen zuständig. Sie fahndet dort offen und verdeckt gegen potenzielle Diebe. Zudem klärt sie präventiv über Tricks der Diebe auf. "Achten Sie auf ihr Gepäck und Wertsachen!", riet Jäger Reisenden auch in der Weihnachtszeit. Die Inspektion Trier gehört zur Bundespolizei-Direktion Koblenz, die für Aufgaben in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland zuständig ist.

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