Schweizer Regionalflieger

Skywork kann wieder abheben

Unter anderem setzt Skywork Airlines Dornier Do-328 ein.
Skywork
Unter anderem setzt Skywork Airlines Dornier Do-328 ein.

Unverhofft kommt oft. Nach drei Tagen Zwangspause kann die klamme Schweizer Regionalfluggesellschaft Skywork ihren Betrieb wieder aufnehmen.

Das kleine Unternehmen, das auch deutsche Städte anfliegt, habe den erforderlichen Finanzierungsnachweis für die nächsten zwölf Monate vorlegen können, begründete die schweizerische Luftfahrtbehörde am Dienstagabend ihre Entscheidung. Skywork hatte ihre Flüge seit Sonntag aussetzen müssen, weil die Behörde wegen fehlender Finanzierung die Betriebsbewilligung nicht verlängert hatte.

In den vergangenen Tagen berichteten Schweizer Medien, dass sich das Berliner Unternehmen Zeitfracht für den Kauf von Skywork interessiert habe. Zeitfracht hat vor einigen Tagen bereits die Kölner Fluggesellschaft WDL sowie die Fracht- und Technik-Sparte von Air Berlin übernommen. Die Gespräche waren aber offenbar nicht erfolgreich. Der Geldgeber für Skywork soll aus der Schweiz stammen.

„Tatsache ist, dass Skywork Airlines für die kommende Expansionsphase mit einem Betriebskredit ausgestattet wurde (...)“, teilte das Unternehmen nun mit. Skywork fliegt in der Wintersaison acht Destinationen an, darunter Berlin, München, Hamburg und Wien. Mit fünf Flugzeugen und etwa 120 Mitarbeitern hat die Airline in diesem Jahr nach eigenen Angaben 140.000 Passagiere befördert.

Unklar ist, wie sich nun Adria Airways verhalten wird. Die deutsch-slowenische Fluggesellschaft war offenbar fest von einer Pleite ihres schweizerischen Konkurrenten ausgegangen und hatte angekündigt, vom 6. November 2017 an vier Strecken von Skywork ab Bern zu übernehmen – nach Berlin, Hamburg, München und Wien. Abflüge und Ankünfte sollten auf die Minute zeitgleich mit Skywork erfolgen, was natürlich nicht möglich ist. (dpa/og)

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