Premierenfahrt

Deutsche Bahn schickt den ICE 3 Neo aufs Gleis

Nigelnagelneu: Der erste ICE 3neo der Deutschen Bahn. 72 weitere Züge diesen Typs sollen in den kommenden Jahren folgen.
Deutsche Bahn AG/Patrick Kuschfeld
Nigelnagelneu: Der erste ICE 3neo der Deutschen Bahn. 72 weitere Züge diesen Typs sollen in den kommenden Jahren folgen.

Einmal nicht verspätet: Sogar rund eine Woche früher als geplant absolviert der neue ICE 3 Neo der Deutschen Bahn heute seine erste Fahrgastfahrt zwischen Frankfurt am Main und Köln. Der Hochgeschwindigkeitszug wartet mit zahlreichen Neuerungen auf.

Nur zweieinhalb Jahre nach der Bestellung bei Siemens Mobilty hat der erste ICE 3 Neo der Deutschen Bahn (DB) jetzt seine Premienfahrt mit Fahrgästeen auf der Strecke von Frankfurt am Main und Köln absolviert.

Insgesamt erhält die Bahn in den kommenden Jahren 73 ICE 3 Neo. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 300 Stundenkilometern ist der neue Hochgeschwindigkeitszug nach Angaben des Schienenkonzerns ein wichtiger Baustein für den Deutschland-Takt. Mit 32.000 zusätzlichen Sitzplätzen bis 2029 trägt er zur benötigten Sitzplatz-Kapazität für das Fahrgastwachstum bei. Insgesamt investiert die Bahn bis Ende 2029 zehn Milliarden Euro in neue Züge.

Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember können Fahrgäste den ICE der jüngsten Generation regelmäßig zwischen Dortmund, Köln und Frankfurt am Main und bis nach München über die neue Schnellfahrstrecke Wendligen–Ulm im Einsatz erleben. Mit der Auslieferung weiterer Züge erweitert die Deutsche Bahn das Einsatzgebiet schrittweise. Von 2024 an soll der ICE 3 Neo auch auf internationalen Verbindungen nach Belgien und in die Niederlande fahren.

Mit acht Stellplätzen pro Fahrzeug ermöglicht der neue ICE laut Bahn erstmals die Fahrradmitnahme im Hochgeschwindigkeitsverkehr. Neue Reservierungsanzeigen mit farbigen LED-Leuchten informieren auf einen Blick über reservierte und freie Sitzplätze. Darüber hinaus verfügt der ICE 3 Neo über mobilfunkdurchlässige Fensterscheiben für stabilen Empfang, eine tageszeitabhängige Lichtsteuerung sowie Steckdosen und Tablet-Halter an jedem Platz. Eine völlige Neuentwicklung ist der robuste Hub-Lift: Er ist einfach zu bedienen und an einer Tür installiert, die exklusiv Fahrgästen im Rollstuhl vorbehalten ist.

"DB und Siemens haben pünktlich geliefert. Gerade einmal zweieinhalb Jahre sind von der Auftragsvergabe bis zum ersten Einsatz für unsere Fahrgäste vergangen. Üblicherweise dauern ICE-Beschaffungsverfahren doppelt so lang. Mit mehr Komfort und verbesserter Technik wird der neue ICE unsere Fahrgäste begeistern", verspricht Michael Peterson, DB-Vorstand Personenverkeher.

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