Neue Strecke fertig

ICE schneller von Stuttgart nach Ulm

Eine der höchsten Eisenbahnbrücken Deutschlands ist Teil der neuen Schnellstrecke. Bei der einen halben Kilometer langen Filstalbrücke liegt das Gleisbett in 85 Metern Höhe.
Imago/Arnulf Hettrich
Eine der höchsten Eisenbahnbrücken Deutschlands ist Teil der neuen Schnellstrecke. Bei der einen halben Kilometer langen Filstalbrücke liegt das Gleisbett in 85 Metern Höhe.

Per 11. Dezember reduziert sich die Fahrtzeit mit dem ICE zwischen Stuttgart und Ulm von 56 auf 42 Minuten. Damit ist auch München schneller erreicht als bislang. Zudem erhöht die Deutsche Bahn die Zahl der täglich verkehrenden Züge.

Die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke ist insgesamt 60 Kilometer lang und liegt im Abschnitt zwischen Wendlingen und Ulm. Zehn Jahre lang hat die Bahn an ihr gebaut, die Kosten betrugen knapp vier Milliarden Euro. Geplant war mit zwei Milliarden. Vor allem die vier Tunnelbauten haben für die Kostensteigerungen gesorgt. Ein Großteil der neuen Strecke führt direkt an der Autobahn A8 entlang.

Der ICE erreicht auf der Verbindung nun Geschwindigkeiten von 250 Kilometern pro Stunde. Neu ist auch das auf der Strecke installierte Zugleitsystem ETCS (European Train Control System), das wegen seiner höheren Sicherheitsansprüche zulässt, dass Züge in einem kürzeren Abstand zueinander fahren dürfen. Damit kann die Bahn ihre Kapazität um bis zu 30 Prozent erhöhen.

Statt 56 Minuten sind ICE-Reisende zwischen Stuttgart und Ulm künftig nur noch 42 Minuten unterwegs. Vom Winterfahrplan 2025 an soll die Fahrtzeit sogar auf 30 Minuten sinken – dann soll der neue Fernbahnhof Stuttgart 21 fertiggestellt sein.

Zudem verkehren dank der neuen Strecke zwischen Stuttgart und München mit Beginn des Winterfahrplans, vom 11. Dezember an, jeden Tag 90 Züge. Bislang sind es 70 Züge.

Sie müssen sich einloggen oder registrieren, um kommentieren zu können.



stats