Neue Einreise-Bestimmungen

EVG lehnt Testkontrollen durch Zugbegleiter ab

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat angesichts der seit Sonntag geltenden Einreise-Testpflicht davor gewarnt, für mögliche Test-Kontrollen in der Bahn das Zugpersonal einzuspannen.

"Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter sind keine Maskenpolizei und auch keine Corona-Test-Kontrolleure", sagte EVG-Chef Klaus-Dieter Hommel. Die Durchsetzung von Gesetzen sei Aufgabe des Staates und "Grenzkontrollen der Reisenden auf Nachweis von Impfung, Genesung oder Negativtest" seien somit Aufgabe der Bundespolizei.

In den Fernverkehrszügen der Deutschen Bahn auf internationalen Verbindungen gilt für Einreisende aus dem Ausland mit Inkrafttreten der Verordnung die Pflicht, einen Test-, Impf- oder Genesenen-Nachweis mitzuführen, sagte ein Bahnsprecher. Bei Einreise aus einem Hochrisikogebiet kontrolliere dies das Zugpersonal, sowie in den ersten Wochen zusätzlich Mitarbeitende von DB Sicherheit. Fehlt ein Nachweis, werde die Bundespolizei informiert. "Die betreffenden Reisenden werden von der Fahrt ausgeschlossen und müssen am nächsten Halt den Zug verlassen."

Einem Beschluss des Bundeskabinetts zufolge müssen ab Sonntag alle Menschen ab zwölf Jahren bei ihrer Einreise nach Deutschland nachweisen können, dass bei ihnen das Übertragungsrisiko verringert ist: mit dem Nachweis einer Impfung, einem Nachweis als Genesener oder einem negativen Testergebnis. Eine solche Vorgabe gibt es bisher schon für alle Flugpassagiere. Künftig gilt dies für alle Verkehrsmittel, also auch bei Einreisen per Auto oder Bahn.

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