Nach Stena-Routenaufgabe

FRS verbindet neu Rügen mit Schweden

Vom 15. September 2020 an verbindet FRS zweimal täglich Sassnitz mit Ystad.
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Vom 15. September 2020 an verbindet FRS zweimal täglich Sassnitz mit Ystad.

Erst im April hatte Stena Line nach mehr als 100 Jahren ihre Verbindung Sassnitz–Trelleborg eingestellt. Nun verbindet vom Herbst an die Flensburger Förde-Reederei Seetouristik (FRS) Sassnitz mit Ystad.

Sehr schnell ist für die jüngst von Stena Line aufgegebene Strecke nach Schweden Ersatz gefunden worden: Unter der Marke "FRS Königslinjen" wird zum Herbst 2020 einen Hochgeschwindigkeitskatamaran der Förde-Reederei Seetouristik die Route Sassnitz–Ystad aufnehmen. Das Schiff verfügt über ein Autodeck und benötigt lediglich 2 Stunden und 30 Minuten für die Strecke. Damit halbiere sich die bisherige Reisezeit auf der sogenannten Königslinie, teilt FRS mit.

"Dank der Schnellfähre können wir täglich zwei Abfahrten je Hafen anbieten", sagt Moritz Bruns, Geschäftsführer der FRS Königslinjen. Dadurch eröffneten sich neue Möglichkeiten wie Tagesausflüge oder Wochenendtrips.

Der Katamaran bietet auf seinen zwei Passagierdecks Platz für rund 700 Fahrgäste. Das Autodeck fasst bis zu 210 Pkw und Wohnmobile. Operiert werde trotz der verkürzten Fahrtzeit aus Gründen des Umweltschutzes jedoch nicht mit Hochgeschwindigkeit.

Die als Königslinie bekannte Fährverbindung zwischen Rügen und Schweden blickt auf eine 111-jährige Geschichte zurück. Als sich in diesem Jahr der bisherige Betreiber Stena Line zurückzog, drohte das Ende der traditionsreichen Fährlinie.

Neu ist, dass Ystad statt wie bislang Trelleborg angelaufen wird. "Wir versprechen uns davon, die Linie deutlich attraktiver für Tagestouristen zu machen", sagt Bruns. Insgesamt investiere die Reederei rund 15 Mio. Euro in die neue Linie.

Die Reederei plane, den Betrieb zum 15. September aufzunehmen. "Aufgrund notwendiger Anpassungsarbeiten an Schiff und Hafenanlagen haben wir uns dazu entschlossen, den Verkehr erst im Spätsommer aufzunehmen", sagt Bruns. Zudem gilt für Schweden wegen der hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen derzeit noch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

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