Nach Rangierunfall

Zugverkehr in Wolfsburg gestört

Ein Zug gerät in Wolfsburg beim Rangieren auf ein falsches Gleis. Die ersten Waggons entgleisen, rammen einen Strommast und reißen eine Oberleitung runter. Erste Schätzungen gehen von einem Millionenschaden und mehreren Stunden Bergungsarbeit aus.

Bei einem Rangierunfall ist am Freitagmorgen in Wolfsburg ein Zug entgleist. Die ersten drei Waggons sprangen aus den Schienen, rammten einen Strommast und rissen eine Oberleitung herunter, wie die Bundespolizei mitteilt. Der Zugverkehr rund um den Wolfsburger Hauptbahnhof ist erheblich eingeschränkt, was sich nach Angaben eines Bahnsprechers auch auf den Fernverkehr auf der wichtigen Strecke zwischen Hannover und Berlin auswirkt.

Nach ersten Ermittlungen übersah der Lokführer gegen 5.00 Uhr morgens ein Signal. Der Zug des Bahnunternehmens Enno geriet dadurch auf ein sogenanntes Notgleis, das nach wenigen Metern endet. Die entgleisten Waggons kamen im Schotter zum Stehen. Der Lokführer erlitt einen Schock und musste medizinisch betreut werden. Fahrgäste waren bei dem Unfall noch nicht im Zug. Der Zugverkehr war laut Bundespolizei zwischenzeitlich zum Erliegen gekommen.

Nach ersten Schätzungen entstand ein Schaden in Millionenhöhe. Die Bergungsarbeiten sollten vermutlich bis in die Abendstunden andauern. Wie der Sprecher der Deutschen Bahn sagte, lässt sich nur ein Gleis für die Durchfahrt durch den Bahnhof nutzen, die Züge könnten zudem noch nicht wieder in Wolfsburg halten. Wegen der beschädigten Oberleitungen, habe die Bahn Spezialfahrzeuge angefordert. Diese dürften aber erst gegen Mittag an der Unfallstelle eintreffen, hieß es.

"Aktuell sind noch alle Fernbahnsteige blockiert", sagte der Bahnsprecher. Der Großteil der Züge könne Wolfsburg zunächst nur umfahren. Auch der Güterverkehr sei eingeschränkt. Laut dem Enno-Betreiber Metronom starten und enden die Enno-Züge daher vorübergehend im angrenzenden Bahnhof Fallersleben. Auf dem verbleibenden Weg zum Bahnhof Wolfsburg werden Busse eingesetzt.

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