Nach langen Wartezeiten am BER

Lufthansa konnte nicht mehr Schalter öffnen

Auf der Vorfahrt zum Hauptstadt-Flughafen BER ist mittlerweile mehr los als auf diesem Archivbild vom Beginn der Corona-Pandemie.
Imago / Future Image
Auf der Vorfahrt zum Hauptstadt-Flughafen BER ist mittlerweile mehr los als auf diesem Archivbild vom Beginn der Corona-Pandemie.

Nach dem Wartechaos zu Ferienbeginn am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) weist die Lufthansa auf fehlende Abfertigungskapazitäten hin.

Man habe beim Check-in die maximal mögliche Zahl von zwölf Schaltern geöffnet und zudem zusätzliches Personal im Wartebereich eingesetzt, erklärte nun eine Unternehmenssprecherin in Berlin. Man bedauere sehr, dass den Passagieren dennoch Unannehmlichkeiten entstanden seien.

Die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) schob die Probleme am Wochenende vor allem auf Personalengpässe an den Check-in-Schaltern, die am BER von den Fluggesellschaften besetzt werden. Vor allem wegen Krankmeldungen habe die Personaldecke dort "unter den Planungen" gelegen. So sei es deswegen vor allem Samstag zu deutlich verlängerten Wartezeiten gekommen, obwohl an dem Tag deutlich weniger Menschen unterwegs waren als Freitag und Sonntag.

Auch bei den Bodenverkehrsdienstleistern fehlte es aufgrund von Krankheit demnach an Personal, so dass es beim Aussteigen und Entladen von Flugzeugen zu längeren Wartezeiten gekommen sei. Der Flughafen werde aber auch auf Wunsch der Fluggesellschaften künftig weitere Check-in-Schalter zur Verfügung stellen.

Zusätzlich aufgestellte Gepäckautomaten sollten Fluggästen zugutekommen, die bereits elektronisch eingecheckt waren und nur noch ihr Gepäck aufgeben mussten. Das ist aber nur für eine kleine Gruppe der Reisenden möglich, weil viele Länder im Zuge der Corona-Pandemie ihre Einreisebestimmungen verschärft haben. Die nötigen Nachweise beispielsweise über Impfungen und Testergebnisse müssen vor Flugantritt von der Airline kontrolliert werden, was an den Schaltern zu längeren Bearbeitungszeiten führt.

Die Lufthansa Group fertigt am Flughafen BER die Passagiere ihrer Marken Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines selbst ab. Unter ihnen sind viele Umsteiger. Der LH-Billigflieger Eurowings nutzt hingegen eigene Schalter.
1 Kommentar

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1.
Michael Heinrich
Erstellt 12. Oktober 2021 10:16 | Permanent-Link

Natürlich nicht, warum sich mit der Gegenwart befassen. Wo doch Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit und "klimaneutrales" Fliegen so mega wichtig sind, und ein gutes Gewissen verschaffen. Ob das die Kunden allerdings auch so sehen, werden wir erleben ...



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