Nach Flugstreichungen

Ryanair will Betroffenen Kosten erstatten

Etliche Ryanair-Maschinen bleiben derzeit wegen Piloten-Mangels am Boden.
Ryanair
Etliche Ryanair-Maschinen bleiben derzeit wegen Piloten-Mangels am Boden.

Hunderttausende Passagiere sind von den Flugstreichungen des Billigfliegers betroffen. Sie wurden nach Ansicht der britischen Zivilluftfahrt-Behörde CAA nicht ausreichend über ihre Rechte informiert. Kurz vor Ablaufen einer Frist bessert Ryanair nach.

Ryanair hat sich nach der Streichung Tausender Flüge dem Druck der Aufsichtsbehörden in Irland und Großbritannien gebeugt. Die Fluggesellschaft will demnach betroffenen Passagieren den Flugpreis zurückzahlen oder sie auf andere Flüge oder andere Verkehrsmittel umbuchen. Zusätzlich entstandene Kosten sollen erstattet werden. Das teilte Ryanair kurz vor Ablauf einer Frist der britischen Zivilluftfahrt-Behörde CAA (Civil Aviation Authority) mit.

Alle betroffenen Ryanair-Kunden hätten eine E-Mail erhalten, hieß es in der Mitteilung. Bis zum vergangenen Sonntag wollte Ryanair mehr als 90 Prozent der Passagiere umgebucht haben oder den Flugpreis erstattet haben. Wer wegen der Streichungen zusätzliche Kosten tragen müsse, bekomme sie auf Vorlage von Belegen erstattet.

Die Airline war heftig in die Kritik geraten, nachdem sie in zwei Schüben mehrere Tausend Flüge für die kommenden Monate gestrichen hatte. Allein von den jüngsten Streichungen sind mehr als 400.000 Passagiere betroffen, unter anderem auf der Strecke Köln–Berlin. Als Grund hatte Ryanair Fehler bei der Erstellung von Dienstplänen angegeben. Urlaubsansprüche seien nicht ausreichend beachtet worden.

„Wir entschuldigen uns aufrichtig für die Störung und Unannehmlichkeiten, die unser Dienstplan-Fehler einigen unserer Kunden beschert hat“, sagte Marketing-Chef Kenny Jacobs.

Die britische Aufsichtsbehörde CAA hatte der Fluggesellschaft „permanente Irreführung“ von Passagieren vorgeworfen. Ryanair habe die Fluggäste bei der massenhaften Streichung von Flügen nicht ausreichend über ihre Rechte informiert. Sie hatte Konsequenzen angedroht, sollte Ryanair nicht bis vergangenen Freitagabend Nachbesserungen vorlegen. (dpa)

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