Nach fatalem Absturz

Gericht verurteilt Yemenia Airways nach Jet-Absturz

Von den 153 Menschen an Bord des Airbus 310 der Yemenia Airways, der 2009 im Landeanflug auf Moroni abstürzte, überlebte nur eine Zwölfjährige.
Imago/Xinhua
Von den 153 Menschen an Bord des Airbus 310 der Yemenia Airways, der 2009 im Landeanflug auf Moroni abstürzte, überlebte nur eine Zwölfjährige.

Ein Strafgericht in Paris hat Yemenia Airways wegen eines Absturzes auf den Komoren mit 152 Toten wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung schuldig gesprochen.

Das Gericht verurteilte die Airline am Mittwoch zur maximal möglichen Strafe von 225.000 Euro, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Außerdem muss die Fluggsesellchaft an zwei Opferorganisationen über eine Million Euro an Schadenersatz und zur Begleichung von Anwaltskosten zahlen. In dem Prozess hatte es 560 Nebenkläger gegeben.

Kurz vor der Landung in der Hauptstadt Moroni im Jahr 2009 stürzte der Airbus damals bei schlechtem Wetter in den Indischen Ozean. 65 der Opfer waren Franzosen, die zumeist von den Komoren stammten. Sie waren von Paris und Marseille aus in die jemenitische Hauptstadt Sanaa geflogen und dort in die Unglücksmaschine zu dem ostafrikanischen Inselstaat Komoren umgestiegen. Bei dem Absturz hatte es eine einzige Überlebende gegeben, die damals zwölfjährige Französin Bahia Bakari. "Ich hörte Hilferufe im Wasser, aber ich war ganz alleine", sagte Bakari vor Gericht aus. Nach zehn Stunden wurde sie gerettet.

Die französische Zivilluftfahrtbehörde BEA sah später Hinweise auf Fehler der Piloten als Ursache. Eine Frage war auch, ob die Ausbildung ausreichend war und ob Defekte an der Landebahnbeleuchtung eine Rolle spielten.

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