Minimale Infektionsgefahr

US-Studie untersucht Luftströme in Flugzeugen

So sah die umfangreiche Untersuchungsanordnung in einem Jet von United Airlines aus.
United Airlines
So sah die umfangreiche Untersuchungsanordnung in einem Jet von United Airlines aus.

Immer wieder tauchen Befürchtungen auf, dass die Corona-Infektionsgefahr an Bord von Flugzeugen höher als andernorts sei. Den Gegenbeweis erbringt eine umfangreiche US-Studie, die das US-Verteidigungsministerium in Auftrag gegeben hatte.

Das US-Transportation Command (Transcom) führte die Studie durch, die über ein halbes Jahr lief und in Flugzeugen von United Airlines erfolgte. Dies ist bislang die umfangreichste Studie dieser Art weltweit.

Wichtigste Erkenntnis daraus: Wenn sich Passagiere auf ihren Sitzen befinden und einen Mund-Nasen-Schutz tragen, können selbst bei hundertprozentiger Auslastung der Maschine nur 0,003 Prozent schädlicher ("infizierter") Luftpartikel in die Atmungszone eines Fluggastes gelangen. Dies liegt unter anderem an dem schnellen Luftaustausch in Flugzeugen, der Luftzirkulation von oben nach unten sowie maßgeblich dem Einsatz hochwirksamer Hepa-Luftfilter.

Unter dem Strich bedeutet dies für die untersuchte Fluggesellschaft United: "Das Risiko einer Verbreitung von Covid-19 an Bord ist praktisch nicht gegeben."

Ein pdf der vollständigen (englischsprachigen) Studie zum Nachlesen findet sich hier.
2 Kommentare Kommentieren

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2.
Alexander Seidel
Erstellt 20. Oktober 2020 11:11 | Permanent-Link
bearbeitet

Der Luftfahrt hilft wenn Deutschland endlich aufhört Oberlehrer zu spielen und sich um die Corona Probleme im eigenen Land kümmert die am wenigsten mit Tourismus und Geschäftsreisen zu tun haben. Dank der deutschen Ignoranz und pauschalisieren stehen Gebiete mit fast keiner Infektion auf der roten Liste während den Leuten eingeredet wird Deutschland ist das einzige "sichere" Land wobei man sich schon am Flughafen sein Corona wegholen kann. Der Grossteil der Leute benutzt nicht den eigenen Kopf sondern plappert wie benebelt subjektive Meinung von Schreibtisch Reportern weiter und verschlimmert damit im kleinen das Problem jeden Tag mehr und mehr. Wenn dann irgendwann die Tickets 1000 Euro kosten jammern wieder alle rum. Das wir schon jetzt alles mit unseren Steuern bezahlen versteht sowieso keiner. Das Flugzeug ist einer der sicheren Orte. Sicherer als jede Flughafen Lounge die Limousine das Taxi der Bus oder die Pommesbude am Eingang.

1.
Dietmar Rauter
Erstellt 20. Oktober 2020 09:19 | Permanent-Link

Ich empfehle den heutigen Artikel im Handelsblatt: Warum Schnelltests der Luftfahrt nicht helfen werden. Wer weiter Flug- und Kreuzfahrtexperimente macht, erhöht nur den sowieso schon kaum mehr beherrschbaren Schuldenberg. Peinlich auch das 'bitte,bitte'- Schreiben von AIDA-Chef Thamm. Die betroffenen Manager sollten sich endlich offenbaren, um nicht noch mehr verbrennen, als nötig wäre.

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